Homeoffice könnte laut einer Analyse der US-Notenbank des Bezirks New York ein Faktor für das Verschwinden von Einstiegsjobs sein. In der aktuellen Debatte um die zunehmend schwierigere Joblage für Einsteiger und Absolventen werden meist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und die allgemeine schwierige Wirtschaftslage mit multiplen globalen Krisen als Gründe genannt. Die drei Autorinnen der Studie gehen aber davon aus, dass sich rund 64 Prozent der angestiegenen Arbeitslosigkeit der vergangenen Jahre unter US-Hochschulabsolventen auf eine Zunahme der Telearbeit zurückführen lassen.

Die Zeitpunkte des Anstiegs deuteten darauf, dass Künstliche Intelligenz eben noch nicht für den Großteil davon ausschlaggebend sei. Die US-Jugendarbeitslosigkeit sei schon vor der raschen Verbreitung der KI gestiegen und folge eher der Pandemie-bedingten Vervierfachung des Homeoffice in den USA. So sei die durchschnittliche Arbeitslosenquote der unter 29-jährigen Hochschulabsolventen von durchschnittlich 3,1 Prozent zwischen 2017 und 2019 im Zeitraum von 2022 bis 2025 um rund 20 Prozent geklettert – auf einen Durchschnitt von 3,7 Prozent. Bei älteren Personen dieses Bildungsniveaus habe sich die Quote im gleichen Zeitraum hingegen um 0,1 Prozentpunkte verringert.