Wer im Büro arbeitet, ist nicht automatisch leistungsfähiger. Eine Studie, an der unter anderem die Techniker Krankenkasse beteiligt war, kommt zu dem Ergebnis, dass Homeoffice im Vergleich zur Arbeit im Büro rund 20 Prozent produktiver macht. Das gilt allerdings nur bis zu einem Heimarbeitsanteil von etwa 60 Prozent. Laut Studie würde danach der Austausch leiden, der für die Zusammenarbeit wichtig ist.Anzeige

Unternehmen, die möglichst produktiv sein wollen, sollten demnach hybride Strukturen schaffen. Trotzdem holen seit dem Ende der Corona-Pandemie viele Führungskräfte ihre Teams wieder vollständig ins Büro zurück. Forscher:innen der Wharton School an der University of Pennsylvania sind dieser scheinbar irrationalen Entscheidung in einer Studie auf den Grund gegangen und haben einen überraschenden Zusammenhang entdeckt – Narzissmus.

Egos stehen der Flexibilität im Weg

Adam Grant, Psychologieprofessor an der Wharton School, hat gemeinsam mit den Doktorandinnen Marissa Shandell und Courtney Elliott sechs Jahre lang untersucht, warum manche Chef:innen flexible Arbeitsmodelle unterstützen, während andere diese ablehnen. Die dreiteilige Studie befragte mehrere Hundert Führungskräfte, viele davon aus Fortune-500-Unternehmen. Dabei wurde auch eine Vielzahl von Persönlichkeitsmerkmalen abgefragt.Anzeige