Ein Landeskriminalamt nutzte Standortdaten von Databrokern, zeigt eine Recherche von Netzpolitik und BR. Diese Daten sind in den Händen staatlicher Behörden brandgefährlich.
D er Staat muss schleunigst klären, wie ein LKA arbeiten darf. Bis dahin: Öffnen Sie bitte auf Ihrem Smartphone und Tablet die Einstellungen und wählen sie dort unter „Datenschutz“ oder „Werbung“ aus, dass sie nicht getrackt werden dürfen. Und lehnen Sie auch auf Websites Cookies, so gut es geht, ab. Denn hier lauert eine Falle der Daten-Industrie, die inzwischen auch von der Strafverfolgung in Deutschland genutzt wurde.
Laut Recherchen von netzpolitik.org und dem Bayerischen Rundfunk hat mindestens das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern mit Standortdaten von Personen gearbeitet, die es über kommerzielle Anbieter bekommen hat. Dabei ist das Geschäft mit den Daten nicht nur in den meisten Fällen illegal. In den Händen von Staaten und Behörden sind sie zudem extrem gefährlich, insbesondere für jene, die Queerfeindlichkeit oder Rassismus ausgesetzt sind, für politische Oppositionelle, für Journalist*innen und für Menschen, die für wichtige staatliche Institutionen oder das Militär arbeiten. Denn die Daten sind höchst sensibel und können genau zeigen, wo und wie eine Person lebt.











