Auf seiner Entwickler:innen-Messe Build hat Microsoft zahlreiche neue KI-Anwendungen vorgestellt. Eines davon ist Scout, ein auf Openclaw basierender KI-Agent, der in Office-Produkte integriert werden soll. Was der Tech-Konzern dabei nicht erwähnt hat: Ziel scheint es zu sein, die Nutzer:innen „süchtig nach dem Tool zu machen“, bevor weitere Funktionen eingeführt werden. Das soll aus internen Dokumenten hervorgehen, die 404 Media vorliegen.Anzeige

KI-Agent Scout wirft Fragen auf

Unter dem Arbeitstitel „Clawpilot” hat Microsoft den Agenten seit März als Teil von „Project Lobster” intern getestet. Ziel ist es, Openclaw auch für Nutzer:innen zugänglich zu machen, die nicht technisch versiert sind. Das Open-Source-Tool bietet KI-Agenten, die selbstständig handeln können, um beispielsweise E-Mails zu versenden oder Termine zu bearbeiten. Dass das nicht immer reibungslos funktioniert, hat Metas KI-Forscherin Summer Yue selbst erlebt: Anstatt ihr Postfach zu verwalten, löschte der Agent sämtliche E-Mails. Viele Unternehmen haben Openclaw aus Sicherheitsgründen verboten, suchten aber nach Wegen, um das Tool sicher zugänglich zu machen.

Ein internes Microsoft-Dokument mit dem Titel „Clawpilot: Übersicht und Plan für Project Lobster” soll drei Phasen beschreiben, die für die Einführung des KI-Agenten vorgesehen seien. Die erste Phase heiße: „Die Menschen süchtig machen.“ Microsoft wolle ein „Ökosystem aus Skills und Tools aufbauen, das die Menschen dazu bringt, täglich darauf angewiesen zu sein”, heiße es in dem Dokument. Der verantwortliche Microsoft-Manager Omar Shahine ergänze, dass im internen Pilotversuch schon eine hohe tägliche Nutzung mit starker Bindungsintensität beobachtet werden könne. Die weiteren Phasen würden vorsehen, den Agenten mit anderen KI-Tools zu verknüpfen und schrittweise neue Funktionen hinzuzufügen.Anzeige