Rund 40 Grad Celsius sind es im Death Valley, als Arda Saatçi läuft. Ein Wettrennen ohne Gegner – dafür mit Halluzinationen, einer Kamera im Dauerbetrieb und mehr als 600.000 Menschen vor ihren Bildschirmen. Saatçi will 600 Kilometer in 96 Stunden laufen. Er wird das nicht schaffen und trotzdem gewinnen. Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland gleichzeitig einen Twitch-Livestream verfolgt. „Maschine“, „Legende“, „Vorbild“, schreiben die Fans des Ultramarathonläufers. Obwohl er gescheitert ist. Oder vielleicht: genau deshalb.
Extremsportlern ist die Quote wichtiger als der Rekord
Extremsportler entwickeln ein Geschäftsmodell mit der Lust der Menschen an Heldentum und Scheitern. Für Nachahmer kann das lebensgefährlich sein.







