Waren Sie schon mal in einem Laufklub? Ich selbst habe es vor Jahren einmal versucht und lief bei einer Gruppe mit, die gemeinsam zehn Kilometer hinter sich brachte. Ich musste damals feststellen, dass ich absolut nicht sportlich genug war, um da mitzuhalten. Ich lief alleine am Ende der Gruppe und musste zusehen, wie der Abstand zum zweitlangsamsten Läufer immer größer wurde. Ich weiß noch, dass eine der Kapitäninnen der Gruppe sich erbarmt hatte, mich immer wieder ganz hinten zu besuchen, um mich bei der Stange zu halten. Ich habe mich furchtbar gefühlt, auch sie tat mir leid, und nach sechs Kilometern gab ich auf.Seitdem bin ich kaum laufen gegangen, bis ich vor etwa fünf Wochen begann, mich über diese Serie erneut dem Laufsport zu nähern. Und da ich in der vergangenen Woche meine neue Bestzeit über fünf Kilometer gelaufen bin (31:25 Minuten), was einem Tempo von 6:17 Minuten pro Kilometer entspricht, habe ich mich mal wieder getraut, in einer Gruppe zu laufen.

Super Sunday: Der Tag der Laufgruppen

Zum „Super Sunday“ trafen sich verschiedene Laufklubs zu einem großen Lauf-Event, bei dem Teilnehmende zwischen verschiedenen Distanzen auswählen konnten. Ich entschied mich für sieben Kilometer und dachte: Gut, wenn es zu schnell für mich ist, kann ich immer noch abbrechen. Nun, diese Rückfall-Option ließ ich verstreichen, als ich erfuhr, dass man Laufschuhe austesten könnte. Die Möglichkeit wollte ich mir nicht nehmen lassen, laufe ich doch immer noch in meinen alten Latschen rum.