Nicht nur Donald Trump, auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich zur aktuellen Lage in Iran geäußert: Ihm zufolge sei der Krieg noch nicht ausgestanden – »es ist in Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt«, sagte Netanyahu in einem Interview des US-Senders CNBC. Trump dagegen klang versöhnlicher, als er in einem Podcast-Interview behauptete, Teheran sei bereit, auf Atomwaffen zu verzichten. Auch hatte der US-Präsident Verhandlungen betont – Trump strebt ein Ende des Irankrieges an. (Lesen Sie hier mehr dazu.)

Dennoch gab Netanyahu an, mit dem US-Präsidenten in den wesentlichen Punkten übereinzustimmen. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt, so Netanyahu.Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die beiden Staatsmänner einen heftigen Streit hatten: In einem Telefongespräch beschimpfte Trump Netanyahu mit Kraftausdrücken. »You’re fucking crazy« (etwa: »Du bist doch total verrückt«), sagte er zum israelischen Ministerpräsidenten. Zuerst hatte das US-Nachrichtenportal »Axios« über den Ausfall des US-Präsidenten berichtet. Trump bestätigte nun den Bericht im Gespräch mit der »New York Post«. (Lesen Sie hier die ganze Meldung.)

Auslöser für Trumps Wutausbruch sollen Drohungen Israels gewesen sein, angesichts einer Eskalation im Konflikt mit der Hisbollah-Miliz wieder Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Netanyahu betonte nun, dort hielten sich viele derjenigen auf, die Israel angriffen. Nach libanesischen Behördenangaben sind zuletzt mindestens acht Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden.