Dittli-Affäre: Der Kanton Waadt hat seine «Steuerbremse» für dreimal so viele Reiche angewandt wie erlaubtDie Waadtländer Steuerverwaltung hat in den letzten Jahren laut einem Bericht korrekt und gesetzeskonform gearbeitet. Gleichzeitig räumt die Regierung ein, dass eine fehlerhafte Anwendung der «Steuerbremse» zwischen 2009 und 2021 zu Steuerausfällen von rund 202 Millionen Franken geführt hat.03.06.2026, 17.05 Uhr2 LeseminutenValérie Dittli war von Juli 2022 bis März 2025 Vorsteherin des Waadtländer Finanzdepartements.Cyril Zingaro / Keystonewek. Der Kanton Waadt hat am Mittwoch neue Zahlen im Zusammenhang mit der Anwendung der Steuerbefreiung in den Jahren 2009 bis 2021 veröffentlicht. Diese zeigen, dass die Steuerveranlagungen zwischen 2023 und 2025 korrekt und gesetzeskonform durchgeführt wurden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Studie wurde nach der Veröffentlichung des Berichts des Experten François Paychère im August vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. Dieser hatte die Anwendung der «Steuerbremse» im Kanton Waadt untersucht. Hinzu kam der Bericht des Staatsrats als Antwort auf eine Motion, welche die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission forderte. Die Prüfungen wurden im Oktober der kantonalen Finanzkontrolle mit Unterstützung eines externen Experten übertragen, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.Dem Kanton sind über 200 Millionen Franken entgangenDie Anwendung der «Steuerbremse» wird im Bericht lediglich mit zwei Beobachtungen erwähnt. Parallel dazu veröffentlichte der Staatsrat jedoch eine Schätzung der Differenz zwischen den tatsächlich erhobenen Steuern und jenen Beträgen, die im Zeitraum von 2009 bis 2021 hätten erhoben werden müssen. Daraus geht hervor, dass dem Kanton insgesamt rund 202 Millionen Franken an Steuereinnahmen entgangen sind, was durchschnittlich 15,5 Millionen Franken pro Jahr entspreche.Von den insgesamt rund 2793 Steuerpflichtigen, die von der «Steuerbremse» profitiert haben, hätten lediglich 946 Personen einen berechtigten Anspruch gehabt – teilweise sogar in einem übermässigen Umfang. Die übrigen 1847 Personen hätten nach den vorliegenden Berechnungen gar nicht von dieser Regelung profitieren dürfen.Die Regierung weist allerdings darauf hin, dass nicht alle diese Personen während des gesamten Zeitraums von 2009 bis 2021 von der «Steuerbremse» profitiert haben.Mehr folgt.Passend zum Artikel
Waadt räumt Fehler ein: Steuerbremse dreimal so oft angewandt wie erlaubt
Die Waadtländer Steuerverwaltung hat in den letzten Jahren laut einem Bericht korrekt und gesetzeskonform gearbeitet. Gleichzeitig räumt die Regierung ein, dass eine fehlerhafte Anwendung der «Steuerbremse» zwischen 2009 und 2021 zu Steuerausfällen von rund 202 Millionen Franken geführt hat.







