PfadnavigationHomePS WELTAuto-News400 PS auf SchmierseifeRatgeber: Performance-SommerreifenStand: 16:46 UhrLesedauer: 5 MinutenDie Fahrt mit einem Audi RS3 auf feuchter Fahrbahn kann mit sportlichen Sommerreifen zum Eiertanz werdenQuelle: Henning Scheffen PhotographyEin 400-PS-Sportler wirkt auf Nässe plötzlich hilflos, während ein Transporter souverän und flott seine Kreise zieht. Praxistests zeigen, wie stark Reifen Fahrverhalten, Bremsweg und Sicherheitsreserven beeinflussen.SP-X/Köln. Leistung ist im Pkw-Bereich längst Massenware. Elektroautos und sportliche Verbrenner der Kompaktklasse beschleunigen inzwischen auf einem Niveau, das vor wenigen Jahren noch einen Porsche von den meisten anderen Autos unterschieden hat. Umso stärker sollte bei einem großen Teil von Autofahrern ein Bauteil in den Fokus rücken, das oft erst beim nicht mehr aufschiebbaren Wechsel Beachtung findet: der Reifen. Denn egal wie viel Leistung ein Auto bietet: Auf die Straße wird sie über vier nur handtellergroße Kontaktflächen gebracht.
Wie groß der Einfluss der Reifenqualität auf Fahrverhalten und Sicherheit sein kann, zeigte ein Praxistest auf dem für Reifenentwicklung wichtigen Contidrom von Continental in der Südheide. Auf einem künstlich bewässerten Handlingkurs bewegten wir zunächst einen rund 400 PS starken Audi RS3 mit einem preisgünstigen Sportreifen aus dem Zubehörhandel. „Winrun" und „245/35ZR19" konnte man auf den Flanken lesen. Optisch versprach der Reifen, sich bei anspruchsvoller Dynamik richtig wohlzufühlen. Auf nasser Fahrbahn führte er den RS3 allerdings unfassbar früh an Grenzen. Bereits bei moderatem Tempo reagierte das Fahrzeug nervös auf Lenkbefehle und Gaspedalbewegungen, die Haftungsgrenze wurde permanent und zudem in fast jede Richtung überschritten. Um nicht abzufliegen, war geübte Hand gefragt. Mit moderatem Tempo und Eiertanz ging es irgendwie dann doch. Und sogar mit ein wenig Spaß: Der Billigreifen macht Driften unglaublich einfach, aber dabei auch schwer kontrollierbar.






