Ein Generalstreik hat in Portugal weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Aus Protest gegen eine geplante Arbeitsmarktreform der Regierung fielen Hunderte Flüge aus, Züge standen still. Schulen blieben geschlossen. Es ist der zweite landesweite Ausstand innerhalb von sechs Monaten, zu dem die Gewerkschaften aufgerufen hatten. Der vorherige Streik im Dezember war der erste Generalstreik seit den Protesten gegen die Sparpolitik im Jahr 2013.Die Mitte-Rechts-Minderheitsregierung will mit der Reform die Produktivität und das Wachstum ankurbeln und wird das Gesetz voraussichtlich mit Unterstützung der rechtsextremen Partei Chega verabschieden. Die Änderungen betreffen mehr als 100 Artikel des Arbeitsgesetzbuches. Gespräche mit den Gewerkschaften waren gescheitert. Der Chef des größten Gewerkschaftsdachverbandes CGTP, Tiago Oliveira, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Reform werde die Bedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verschlechtern. Sie zementiere prekäre Beschäftigungsverhältnisse, dereguliere die Arbeitszeiten, erleichtere Entlassungen und beschneide Streikrechte sowie den Schutz von Eltern.»Das Arbeitspaket ist eine große Bedrohung nicht nur für die Zukunft junger Arbeitnehmer, sondern auch für unsere Gegenwart«, sagte der 30-jährige Bankangestellte Rodrigo Azevedo zu Reuters. Junge Beschäftigte würden »auf Lebenszeit in prekären Verträgen gefangen sein«.
Portugal: Generalstreik legt weite Teile des Landes lahm
Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten sorgt ein Ausstand für Ausnahmezustände in Portugal. Der Verkehr ist betroffen, aber auch Schulen und Krankenhäuser. Grund ist ein Arbeitsgesetz der Mitte-Rechts-Regierung.
Generalstreik paralysiert Portugal—Flüge gestrichen, Züge stillgelegt, Schulen geschlossen—gegen Arbeitsreform mit über 100 Änderungen, die Kündigungen erleichtern und Prekariat verstärken. Tech-Recruiter rechnen mit Instabilität: weniger Arbeitnehmerschutz, schwierigere Workforce-Planung durch Deregulierung.











