Es gibt Berliner, die Josef Laggner nie begegnet sind, aber trotzdem ständig in einem seiner Lokale sitzen. Lutter & Wegner am Gendarmenmarkt, die Newton Bar in Mitte, der Augustiner Biergarten „auf Bötzow“: Wer in dieser Stadt isst und trinkt, kommt an seinem Namen kaum vorbei. Laggner kam mit 19 Jahren aus dem österreichischen Bad Gastein nach Berlin, fing als Kellner an und übernahm mit 28 sein erstes Lokal, kurz vor dessen Insolvenz. Heute gehört er zu den wenigen unabhängigen Gastronomen der Stadt, die nicht nur überleben, sondern wachsen.
Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hat er gerade eine bedeutende Eckkneipe in Charlottenburg gerettet. Warum? Wir haben ihn gefragt.
Herr Laggner, Ihnen gehört gastronomisch gesehen ein beträchtlicher Teil dieser Stadt. Wann hört das auf?Gar nicht, jedenfalls nicht aus dem Grund, den manche vermuten. Wachstum ist für mich kein Selbstzweck. Ich kämpfe gegen das Verschwinden der individuellen Gastronomie. Wenn die Kosten weiter steigen und die Systemgastronomie weiter wächst, wird es allerdings eine große Herausforderung sein, diese Haltung zu halten.
Vor zwei Jahren öffnete der Augustiner-Biergarten auf dem historischen Gelände der Bötzow-Brauerei seine Türen. Betreiber ist Josef Laggner.













