Schon im Herbst 2025 hatte Intel die KI-Beschleunigerkarte mit dem Codenamen „Crescent Island“ angekündigt. Damals war aber noch von 160 Gigabyte LPDDR5X-SDRAM die Rede. Auf der Computex in Taipeh verspricht Intel nun Versionen von Crescent Island mit bis zu 480 GByte lokalem Speicher.

Die PCI-Express-Karte soll außerdem mit 350 Watt Leistungsaufnahme und Luftkühlung auskommen. Dadurch könnte sie sich auch zum Aufrüsten vorhandener Server und Workstations eignen.

LPDDR5X statt HBM

Crescent Island nutzt einen KI-Beschleuniger-Chip aus der Intel-Baureihe Xe namens Xe 3P. Die Xe-Technik verwendet Intel auch für diskrete und integrierte Grafikprozessoren (Arc, Arc Pro). Welche Fertigungstechnik Intel für Xe 3P verwendet, wurde noch nicht verraten.

Die Speicher-Controller des Xe-3P-Chips ist für LPDDR5X-SDRAM ausgelegt. Das ist zwar langsamer, aber auch billiger und sparsamer als Grafik-RAM wie GDDR7 oder gar High Bandwidth Memory (HBM). Außerdem ist LPDDR5X vermutlich besser lieferbar.