Stand: 02.06.2026 • 11:35 Uhr

Probleme bei der Wohnungssuche wegen des Kopftuchs oder Absagen bei der Jobsuche wegen einer Behinderung: Die Zahl der Anfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht.

Mehr Menschen als je zuvor haben sich im vergangenen Jahr an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Stelle hervorgeht, stieg die Zahl der Anfragen 2025 auf 13.067 Fälle - das waren etwa 15 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Am häufigsten - in 43 Prozent der Fälle - meldeten sich Betroffene dabei wegen rassistischer Diskriminierung. 27 Prozent der Betroffenen wandten sich wegen einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit an die Stelle, 22 Prozent aufgrund einer Diskriminierung wegen des Geschlechts. Dahinter folgten Anfragen zu Altersdiskriminierung mit 12 Prozent, zu Religion und Weltanschauung mit 7 Prozent und zur sexuellen Identität mit rund 4 Prozent.

Beauftragte fordert klare gesetzliche Regelungen