Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesTrump: Keine israelischen Truppen nach BeirutTrump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung Weitere Todesopfer in Libanon – erneut Raketenalarm in IsraelEntwicklungsministerin Radovan reist nach LibanonUS-Armee: Haben Ziele in Iran angegriffen – Teheran meldet GegenschlagTrump spricht von Einigung „nächste Woche“ – Iran bricht wohl Gespräche abUS-Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Aus Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung – im Gegenteil: Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor geschrieben, das iranische Verhandlungsteam habe den indirekten Austausch mit den USA eingestellt. Sie begründen den Abbruch der Friedensverhandlungen mit den anhaltenden israelischen Angriffen in Libanon. Dort hat sich die Lage in den vergangenen Tagen zugespitzt: Trotz einer geltenden Waffenruhe greift die israelische Armee Hisbollah-Stellungen im Nachbarland an.Doch Trump widersprach der Meldung. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne für ein Ende des Krieges bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden. Tasnim zufolge wird ​es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des Krieges geben, ⁠wenn die Forderungen Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und in Libanon sowie der ​vollständige ​Abzug Israels aus den besetzten Gebieten in Libanon.Der ‌iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb am Montag ‌auf der Plattform X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und ​Israel seien für ​die Folgen verantwortlich, erklärte er mit ​Blick auf die israelischen Einsätze in Libanon. Tasnim zufolge haben Iran und die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront – zu der schiitische Gruppen in Jemen, in Libanon und im Irak gehören – zudem Pläne ausgearbeitet, um die Straße von ‌Hormus vollständig zu blockieren. Außerdem wollen sie eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab ​vor der Küste Jemens eröffnen. Damit sollten Israel und dessen Unterstützer ​bestraft werden. Über die Meerenge läuft ein Großteil des ‌Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah in Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Trump: Keine weiteren Angriffe zwischen Israel und Hisbollah Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz in Libanon werden nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump ihre gegenseitigen Angriffe zunächst stoppen. Zudem werde Israel anders als angedroht keine Truppen in die libanesische Hauptstadt Beirut entsenden, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Zudem seien alle Soldaten, die unterwegs gewesen seien, zurückbeordert worden.Der Entscheidung sei ein „sehr produktives“ Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie ein „sehr gutes“ Gespräch mit ranghohen Vertretern der Hisbollah vorangegangen, teilte Trump weiter mit. Die Hisbollah und Israel äußerten sich zunächst nicht.Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah in Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist – hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem in Libanon immer wieder zu Opfern.Netanjahu hatte auch erneut Angriffe auf die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angekündigt. Israels Soldaten waren zuletzt immer weiter ins Landesinnere in Libanon vorgedrungen, waren aber noch weit von der Hauptstadt Beirut entfernt. Vertreter beider Länder verhandeln seit einigen Wochen in Washington über Bedingungen für eine Entschärfung des Konflikts. Einen Durchbruch gab es dabei bisher aber nicht. An diesem Dienstag sind weitere Gespräche in der US-Hauptstadt geplant. Trump: Keine israelischen Truppen nach BeirutIsrael wird nach ​Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt. Zudem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Kurz zuvor sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters, Israel warte vor einem Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.Tote nach Angriff nahe Krankenhaus in libanesischer Küstenstadt Tyrus Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen. Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich bislang nicht.Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Libanon seit Ausbruch der aktuellen Eskalation Anfang März 3433 Menschen getötet und mehr als 10 000 weitere verletzt. Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht aufTeheran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für Iran sei der israelische Krieg in Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus.Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe in Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und Iran Libanon einschließe. Trump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten keine Stellungnahme Irans zu Berichten erhalten, wonach die Islamische Republik die Verhandlungen mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet“, sagt Trump dem Sender NBC News. „Ich denke, zu schweigen wäre sehr gut, und das könnte für eine lange Zeit so sein.“Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe IrakDie Sicherheitslage in der Golfregion und in Iran bleibt angespannt: Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen worden. Dies teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mit. Es kam zu einer größeren Explosion an Bord.Laura OtterGeplanter Besuch von Ministerin Radovan abgebrochenDer für heute und morgen geplante Besuch der deutschen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan in Libanon wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgebrochen. „Aufgrund laufender Bewertung der Entwicklungen der sich akut zuspitzenden Lage in Beirut wurde diese Entscheidung aus militärischen Gründen getroffen“, teilte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit. Die Reise in die libanesische Hauptstadt Beirut sei während des Anflugs gestoppt worden, hieß es. Eigentlich wollte die SPD-Politikerin sich mit ihrem norwegischen Kollegen Åsmund Grøver vor Ort ein Bild von den Auswirkungen des Krieges machen. Trump zu Kritikern: „Entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut“ – Iran traut ihm nichtUS-Präsident Donald Trump beschwert sich über eine nach seiner Ansicht übermäßige Kommentierung seiner Verhandlungen mit Iran. „Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtigzumachen und zu verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ ‚dazwischenreden‘, dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den ​Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. „Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am ⁠Ende wird alles gut.“ Zugleich betont Trump, Iran wolle unbedingt ein Abkommen schließen. Dies werde ein gutes Geschäft für die USA und ihre Verbündeten sein, behauptet er.Die Verhandlungen um eine neue Waffenruhe stocken momentan. Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe in Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA ​verbunden.Weitere Todesopfer in Libanon – erneut Raketenalarm in IsraelDer Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz eskaliert weiter: Bei einem israelischen Angriff in der Nacht wurden laut der libanesischen Staatsagentur NNA in Südlibanon acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt.Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte am Morgen neue Angriffe auf Ziele der Miliz in den südlichen Vororten Beiruts an. Dies teilte Netanjahu in einer Erklärung mit. Die als Dahija bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt gelten als Hochburg der Hisbollah, sind aber auch dicht bewohnt. Die vom Iran unterstützte Hisbollah hat derweil ihre Angriffe auf Nordisrael verstärkt. In Nordisrael gibt es derzeit wegen des Beschusses mit Raketen und Drohnen aus dem Nachbarland immer wieder Luftalarm.Entwicklungsministerin Radovan reist nach LibanonBundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist nach Libanon, um sich ein Bild von den Auswirkungen des Kriegs zwischen der Hisbollah und Israel zu machen. Im Mittelpunkt ihres zweitägigen Besuches stünden die Lage der Binnenvertriebenen und ​die Bemühungen der libanesischen Regierung um Reformen, teilt Radovans Ministerium mit.Deutschland helfe zusammen mit UN-Partnern jenen, die unter Krieg und Vertreibung litten. „Die Menschen brauchen mehr als Soforthilfe – sie brauchen Frieden, Stabilität und eine Zukunftsperspektive“, erklärt Radovan. Vertriebene müssten in ihre Heimat zurückkehren können. „Dafür braucht es einen verlässlichen Waffenstillstand und ein Ende des Kriegs.“Derweil äußert sich Bundesaußenminister Johann Wadephul besorgt über das Vorrücken der israelischen Armee in Südlibanon. Zwar handele es sich um eine Reaktion auf die Angriffe der Hisbollah-Miliz, die aufhören müssten. Eine weitere Eskalation verschärfe jedoch die Lage und sorge für ​neue Fluchtbewegungen.„Wenn es aber Zivilistinnen und Zivilisten sind, die den Preis einer militärischen Eskalation zahlen und Teile Libanons dauerhaft unbewohnbar werden, macht das ⁠Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer“, erklärte der Minister. Israel müsse die Zivilbevölkerung schützen. Die libanesische Regierung müsse entschieden gegen die Hisbollah vorgehen.US-Armee: Haben Ziele in Iran angegriffen – Teheran meldet GegenschlagDas US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel ​Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen Irans gewesen, darunter der Abschuss einer ⁠US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien ​nicht zu ​Schaden gekommen.Unterdessen erklärt die iranische Revolutionsgarde staatlichen Medien ‌zufolge, sie hätte einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. ‌Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden Irans genutzt worden.Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und DrohnenIm Golfstaat Kuwait ist am Morgen wegen feindlicher Luftangriffe mit Raketen und Drohnen Alarm ausgelöst worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte der Generalstab der Armee auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe schwieg die Armee. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch schon mehrmals solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie von Iran entfernt sind. Britische Außenministerin fordert Ende der Eskalation in LibanonDie britische Außenministerin Yvette Cooper fordert ein Ende der israelischen Angriffe in Libanon. Die Eskalation habe Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und den Raum für Diplomatie eingeschränkt, erklärt sie auf der Kurznachrichtenplattform X. Zugleich müsse die Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich entwaffnen. Alle Seiten müssten die Waffenruhe respektieren und ernsthaft verhandeln.Mehr ladenTickarooLive Blog Software