Der Chemnitzer Textilmaschinenbauer STC Spinnzwirn GmbH hat beim Amtsgericht Chemnitz die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus von der Kanzlei Voigt Salus bestellt, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Mit der förmlichen Eröffnung des Verfahrens wird zum 1. August gerechnet.

Der Geschäftsbetrieb des international tätigen Unternehmens werde während des vorläufigen Verfahrens uneingeschränkt fortgeführt, hieß es. Die Löhne und Gehälter der rund 140 Beschäftigten, darunter sechs Auszubildende, seien über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit für die Monate Mai, Juni und Juli gesichert.

Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage nannte das Unternehmen schwache Auftragseingänge, geopolitische Unsicherheiten sowie eine anhaltende Investitionszurückhaltung wegen gestiegener Rohstoffkosten in wichtigen Absatzmärkten wie dem arabischen Raum. Diese Entwicklungen hätten zu deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis geführt. Außergerichtliche Maßnahmen hätten den zunehmenden Liquiditätsdruck nicht ausreichend abfedern können. Während der Corona-Pandemie habe das Unternehmen noch eine hohe Nachfrage verzeichnet, in den vergangenen Jahren habe sich das Marktumfeld jedoch erheblich eingetrübt.