Bericht: Russische Raffinerie setzt Ölverarbeitung nach Treffer ausNach einem ukrainischen Drohnenangriff soll die russische Lukoil-Raffinerie in Wolgograd die Ölverarbeitung ausgesetzt haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Branchenkreise. Der ⁠Angriff vom 29. Mai habe Brände und Schäden verursacht, heiße es. Unter anderem sei eine Rohöldestillationsanlage, die 40 Prozent der Kapazität ausmache, abgeschaltet worden. Lukoil äußert sich zunächst nicht dazu. Die Raffinerie im Süden Russlands steht mit 13,5 ‌Millionen Tonnen verarbeitetem Öl im Jahr 2024 für etwa fünf Prozent der russischen Gesamtverarbeitung. Zur Deckung des heimischen Bedarfs will Russland die Kraftstofflieferungen aus Belarus erhöhen und die Kontrollen für Benzin- und Dieselexporte verschärfen. Zudem sei ein vollständiges, ‌zweimonatiges Exportverbot für Benzin im Gespräch, berichtet ‌das Nachrichtenportal RBC unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dies könnte auch einige zwischenstaatliche Abkommen betreffen. Frankreich stoppt russischen Öltanker im Atlantik – Kreml spricht von Piraterie Der Kreml hat die Festsetzung des Öltankers „Tagor“ durch Frankreich vor der französischen Atlantikküste am Sonntag als illegal bezeichnet. Das Vorgehen grenze an ‌Piraterie, erklärt das Präsidialamt in Moskau. Russland werde als Reaktion auf den Vorfall Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit von ‌Seefracht zu gewährleisten, ‌sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Der Tanker ist französischen Angaben zufolge mit internationalen Sanktionen belegt. Abermals mehrere Verletzte nach russischen Angriffen In der Ukraine sind bei russischen Angriffen abermals rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden und eine weitere Frau in der Kleinstadt Bohoduchiw. Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1:30 Uhr Ortszeit (0:30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden. Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben.Sabrina FrangosEVP-Chef Weber: EU-Sonderstatus für Ukraine ist RiesengewinnDer Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, ​hat sich hinter den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für einen ⁠EU-Sonderstatus der Ukraine gestellt. Dies sei ein kreativer und guter Vorstoß, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht vom Montag ‌zufolge. Die Ukraine werde mit ihrer erfahrenen Armee und Verteidigungstechnik ein echter Sicherheitsgewinn für Europa sein. „Wir können unsere Ostflanke dauerhaft gemeinsam sichern“, ‌erklärte Weber. Merz ‌hatte zuvor eine vorübergehende Teilmitgliedschaft ins Spiel gebracht, um die Annäherung an die Europäische Union zu beschleunigen. Dem Kanzler schwebt vor, dass das Land ohne ​Stimmrecht an EU-Ratstreffen teilnimmt und ⁠einen Vertreter in die EU-Kommission entsendet. Zudem sollen bestehende Beistandsgarantien auf die Ukraine übertragen werden.Mit Blick ​auf mögliche Friedensverhandlungen mit Russland betonte Weber, Europa solle sich darauf vorbereiten, eigenständig ⁠Gespräche zu führen. ‌Er sehe in Moskau derzeit jedoch weder den Willen noch den richtigen Zeitpunkt dafür. Den von Russlands Präsident Wladimir Putin als Vermittler ⁠ins Spiel gebrachten Altkanzler ⁠Gerhard Schröder lehnte der EVP-Chef strikt ab. „Schröder kann gern den Pressesprecher von ⁠Putin machen, ​aber ⁠er kann kein ehrlicher Makler ​sein. Das ist völlig ausgeschlossen“, so Weber. Diplomatie ‌stoße bei dem russischen Präsidenten an ihre Grenzen. Frieden lasse sich nur ​sichern, wenn Europa stark sei und ​zusammenhalte. Irem YildirimKind bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Cherson getötet Im von Russland besetzten Teil der Ukraine ist nach russischen Angaben ein Kind bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur in der besetzten Region Cherson, Wladimir Saldo, teilte am Sonntag mit, dass eine ukrainische Drohne ein „Mehrfamilienhaus“ in der Schwarzmeerstadt Genitschesk nahe der Halbinsel Krim getroffen habe. Dabei sei ein 2020 geborener Junge ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen wurden demnach verletzt.Derweil meldeten ukrainische Behörden eine Tote bei russischen Angriffen in der Region Dnipropetrowsk. Der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha erklärte, dass eine 50-jährige Frau im Bezirk Nikopol bei einem Angriff getötet worden sei. Zudem seien vier weitere Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Irem YildirimRumäniens Staatschef: In Grenzgebiet eingeschlagene Drohne stammte aus Russland Rumänien hat die russische Herkunft der nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze in ein Wohnhaus eingeschlagenen Drohne bestätigt. Es handele sich um eine russische Drohne vom Typ Geran-2, die am Donnerstagabend in der Stadt Galati eingeschlagen sei, erklärte Rumäniens Präsident Nicusor Dan am Sonntag im Onlinedienst X. Dies sei die „eindeutige Schlussfolgerung“ von Bukarests „Expertenbericht“. Das umfassende technische Gutachten belege die „alleinige Verantwortung“ Moskaus.Durch den Drohnen-Einschlag in der Nacht zum Freitag waren in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein 14-Jähriger und eine 53 Jahre alte Frau verletzt und ein Feuer ausgelöst worden. Es war der erste Drohneneinschlag in einem Wohnhaus außerhalb der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022. Irem YildirimSelenskyj: Russland verliert Initiative auf dem Schlachtfeld Russland verliert im Krieg gegen die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld und eröffnet damit nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Weg zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Seit Ende Dezember des Vorjahres gerate die russische Armee immer mehr in die Rückhand bei hohen Verlusten an Soldaten, erklärte Selenskyj in einem Interview des Senders CBS News, das er in Teilen auch auf X und Telegram veröffentlichte. Russland könne nicht mehr Territorium besetzen als die Ukraine zurückerobere.„Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen – hinsetzen und verhandeln – bis Anbruch des nächsten Winters“, sagte Selenskyj. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa. Auch Europa müsse mit am Verhandlungstisch sitzen, möglicherweise in einem Dreierformat von Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Irem YildirimIAEA: Drohne beschädigt Turbinengebäude von ukrainischem AKW Saporischschja Im russisch kontrollierten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja hat eine Drohne nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Wand eines Turbinengebäudes beschädigt. Das IAEA-Team vor Ort habe den Schaden begutachtet, der zu einem Drohneneinschlag passe, bestätigte die Atomenergiebehörde mit Sitz in Wien am Sonntag in Onlinediensten. Es gebe keine erhöhte Strahlenbelastung.Die IAEA-Inspekteure hätten sich am Samstag in Sicherheit bringen müssen, nachdem sie Drohnengeräusche und Schüsse gehört hätten, teilte die Behörde mit. Sie habe daraufhin Zutritt zum Gebäude gefordert. Zuvor hatte die IAEA mitgeteilt, der Betreiber des AKW habe nach dem Vorfall gemeldet, dass die Drohne „angeblich ein Loch in der Mauer verursacht“ habe.Die russische Atombehörde Rosatom erklärte, Kernbereiche des Kraftwerks im Süden der Ukraine seien nicht beschädigt worden. Rosatom warf der Ukraine nach Angaben russischer Medien einen absichtlichen Angriff auf das Atomkraftwerk vor. Die Drohne sei über ein Glasfaserkabel gesteuert worden, ein „versehentlicher Treffer“ sei daher ausgeschlossen. „Heute sind wir einem Ereignis einen Schritt näher gekommen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch diejenigen betreffen wird, die weit jenseits der Grenzen Russlands und der Ukraine leben“, sagte Rosatom-Chef Alexej Likatschew russischen Medien. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach einem Drohnenangriff Schäden an der Außenseite ⁠eines Turbinengebäudes des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja festgestellt. Das vor Ort befindliche IAEA-Team an dem von Russland besetzten Kraftwerk bestätigte jedoch normale Strahlungswerte auf dem Gelände, wie die Organisation mitteilte. Ukraine attackiert russische Ölanlagen mit DrohnenDie Ukraine hat in der Nacht abermals Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung „Ukrajinska Prawda“. Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt. Vor allem in Saratow hat die Attacke wohl schwere Folgen, den im Netz kursierenden Bildern nach zu urteilen.„Vorläufigen Informationen nach gibt es Schäden an Objekten der zivilen Infrastruktur“, schrieb auch der Gouverneur von Saratow, Roman Bussargin, auf Telegram. Details nannte er nicht. Die Raffinerie in Saratow gehört zum staatlichen Ölkonzern Rosneft, der unter der Leitung von Igor Setschin steht, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Bereits in der Vergangenheit war die Anlage Ziel ukrainischer Angriffe. Lena SpilgerIAEA fordert Zugang zu AKW Saporischschja nach angeblichem DrohnenangriffDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert Zugang zu ⁠der angeblich von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im Kernkraftwerk Saporischschja. Die Behörde sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden ‌sei, teilt die IAEA auf der Plattform X mit und ergänzte, das es der erste Drohnenangriff innerhalb des Kraftwerksgeländes seit April 2024 wäre. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigt ‌sich ernsthaft besorgt über ‌den Vorfall. Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer, erklärt er.Nach Angaben ⁠des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom ist eine ukrainische Kampfdrohne im von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporischschja eingeschlagen. Wichtige Anlagen seien ​bei der Explosion nicht beschädigt worden, es sei jedoch ein Loch in die Wand einer Turbinenhalle gerissen ⁠worden, erklärt ‌Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Das ukrainische Militär weist die russische Behauptung zurück, eine ukrainische Drohne habe die Turbinenhalle von Block 6 angegriffen, und ​bezeichnet diese als „Propagandatrick“.NATO hält in Rumänien eingeschlagene Drohne für definitiv russischDie in ein Wohnhaus in Rumänien eingeschlagene Drohne ist Nato-Angaben zufolge aus Russland. Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O'Donnell, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die Drohne sei „russisch“.Durch den nächtlichen Drohnen-Einschlag wurden in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine zwei Menschen verletzt und ein Feuer ausgelöst. Rumänien machte vollumfänglich Moskau für den Vorfall verantwortlich. Der rumänische Verteidigungsminister Radu-Dinel Miruta sagte vor Journalisten, die Seriennummern auf der Rakete wiesen darauf hin, dass es sich „zweifellos“ um eine russische Rakete handele.Putin: Vorwurf zu Drohneneinschlag in Rumänien nicht bewiesenRusslands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf zurückgewiesen, russische Drohnen hätten Rumänien beschossen. „Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde“, sagte Putin vor russischen Journalisten in Kasachstans Hauptstadt Astana. Wahrscheinlich sei eher eine ukrainische Drohne vom Kurs abgekommen, behauptete er. In der Vergangenheit seien auch in Finnland, dem Baltikum und Polen verirrte ukrainische Drohnen heruntergekommen – und jedes Mal sei zunächst Russland beschuldigt worden. Moskau sei aber zur Aufklärung des Falls bereit, fügte Putin hinzu.Dazu forderte der Kremlchef die Übergabe der Drohnentrümmer. Erst dann könne Moskau objektiv zu dem Fall Stellung nehmen, sagte er am Rande eines Gipfels der Eurasischen Wirtschaftsunion in Astana. Mehr ladenTickarooLive Blog Software