„Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, ist genug“„Heute ist es normal, den Weg zur Arbeit und zurück passiv zurückzulegen, im Auto, in der Straßenbahn oder im Bus“, sagt Thomas Wessinghage. Der Vierundsiebzigjährige war in den 1970er- und 1980er-Jahren einer der erfolgreichsten deutschen Mittel- und Langstreckenläufer, studierte Medizin und ist heute Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Wessinghage veranstaltet manchmal Laufseminare mit einem Freund in der Schweiz. Und manchmal, sagt Wessinghage, erzählt ihm dieser Freund von dessen Mutter. Als junge Frau ging sie täglich zu Fuß zehn Kilometer von Untervaz zur Ausbildungsstätte nach Chur und zurück. Sechs Mal pro Woche. „Damals war das üblich“, sagt Wessinghage.
Fitness- und Ernährungsexperten über Mythen und Irrtümer beim Sport
Schadet Joggen den Gelenken? Sollte ich nach dem Training Muskelkater haben? Und formen Bauchübungen ein Sixpack? Sport- und Ernährungsexperten klären auf.
Sportmediziner Thomas Wessinghage zeigt, dass passive Mobilität (Auto, ÖPNV) die täglich gelebte Alltagsbewegung strukturell verdrängt hat. Für betriebliche Gesundheitsförderung folgt daraus: strukturierte Bewegungsangebote sind kein Bonus, sondern notwendige Kompensation fehlender Baseline-Aktivität.








