Heute geht es um die tiefe Zerrissenheit der FDP, um die Folgen der jüngsten Gesundheitsreform. Und um das »Konsenskränzchen« von Friedrich Merz und Lars Klingbeil.

01.06.2026, 05.30 Uhr

Kubicki korkt bereitsMit einer ordentlichen Portion Wohlwollen könnte man das vergangene Wochenende der FDP als außerordentlich erfolgreich verbuchen: Nach langer Zeit ist die Partei endlich wieder in aller Munde. Es tut sich was! Zuerst der Parteitag in Berlin, wo die Neubesetzung des Parteivorsitzes infolge der überraschenden Kampfkandidatur Marie-Agnes Strack-Zimmermanns doch noch spannend wurde.

Nicht so triumphal wie geplant: FDP-Chef Kubicki, Herausforderin Strack-Zimmermann

Dann der einigermaßen knappe Sieg des eigentlich bereits als FDP-Retter gesetzten Wolfgang Kubicki mit rund 60 zu rund 40 Prozent (mehr dazu hier ). Und seither die offene Feldschlacht der beiden Lager um die künftige Ausrichtung der Liberalen: eher AfD light, wie von Kubicki zu erwarten. Oder schon auch noch deutlich sozialliberal, worauf Strack-Zimmermann achten will.Ist doch jedenfalls spannender als die Frage, ob sich irgendwer demnächst die Haare abschneiden muss (mehr dazu hier).Aber eben auch ein Desaster für die FDP: Dieser Parteitag offenbarte die tiefe Zerrissenheit der Partei. Und Kubicki, der den Vorsitz eigentlich als unangefochtener Leitwolf antreten wollte, muss sich schon am ersten Tag in einen internen Richtungskampf werfen. Und Strack-Zimmermann ist nicht dafür bekannt, schnell die Waffen zu strecken.