Stand: 31.05.2026 • 17:04 Uhr

Die FDP wollte bei ihrem Parteitag einen Neustart einleiten, doch sie scheint vor allem mit sich selbst zu ringen. Der neue Parteichef Kubicki stichelt gegen die geschlagene Herausforderin Strack-Zimmermann. Droht eine Spaltung?

Über eines kann sich die FDP nicht beschweren: mangelndes Interesse beim Parteitag. 1.500 angemeldete Gäste. 175 Medienvertreter, die beobachten, was die 662 Delegierten tun. Die Halle ist voll - Fotografen, Kameras - und das bei einer Partei, die nicht mehr im Bundestag vertreten ist.

"Ich schaue in diesen Saal und frage mich: Wofür wollen wir freie Demokraten eigentlich in Zukunft stehen?", sagt Carina Konrad. Sie saß mal für die FDP im Bundestag. Und bei der Aussprache macht sie deutlich: Sie hält überhaupt nichts von einer Öffnung nach rechts; so auch ihr Parteikollege Konstantin Kuhle: "Natürlich sind unter den Leuten, die uns gerade den Rücken kehren, auch viele Leute, die maximal irritiert sind über die Lockerungsübungen zur AfD. Maximal irritiert!"

Haltung zur AfD beschäftigt viele