Sie rollen, die Bagger, aber noch rollen sie mit angezogener Handbremse. So muss man diesen ersten, 380 Seiten umfassenden Rechenschaftsbericht wohl lesen, den das Bundesfinanzministerium an diesem Montag mit Blick auf das viel kritisierte Sonderprogramm zur Sanierung der Infrastruktur vorlegen will. 500 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2036 in den Ausbau und die Modernisierung von Schienenwegen, Brücken, Schulen, Krankenhäusern und Digitalnetzen investiert werden, das Geld dafür will sich die Regierung am Kapitalmarkt leihen. Im ersten Berichtsjahr 2025, das wegen des Regierungswechsels und fehlender rechtlicher Vorgaben de facto nur wenige Monate lang war, sei Bund und Ländern allerdings nur „eine teilweise Zielerreichung“ geglückt, heißt es in dem Bericht, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.