Klar, es gibt sie, die Charismatiker unter den Chefs. Der gute Witz, die unerwartete Pointe, die provokant-lustige These, die nur jemand äußern kann, der keine Angst haben muss, dass man ihm dafür auf die Finger haut – wer hat sie nicht schon mal von seinem Vorgesetzten gehört?Humor ist Ausdruck von sozialer Intelligenz, drum gewinnen in Wahrheit die lustigen Charmebolzen beim ersten Date und nicht die schöngesichtigen Langweiler.Analysiert man die Charaktereigenschaften von Führungspersönlichkeiten, stößt man auf eine statistische Häufung unliebsamer Traits: Ellbogenehrgeiz, Machiavellismus, Narzissmus und Psychopathie. Wer immer nur empathisch auf die anderen schaut, wird in dieser Welt vielleicht ein toller Sozialarbeiter – aber eben nicht unbedingt Boss.Gleichzeitig ist es auch nicht förderlich, sozialer Analphabet zu sein, um sich in die Führungsriegen vorzukämpfen – im Gegenteil. Es mag die ein oder andere Ausnahme geben (man denke an die autistischen Tech-Bosse aus dem Silicon Valley). Aber in der Regel ist die Arbeitswelt sozial organisiert. Wer hier das Sagen hat, ist kommunikativ, wusste die richtigen Beziehungen auszuspielen und ist, idealerweise, auch deshalb Boss geworden, weil er das Sozialgefüge seiner Angestellten zusammenhält.
Soll man lachen, wenn der Boss einen schlechten Witz macht?
Wer nicht schon mal über den schlechten Witz seines Chefs gelacht hat, werfe die erste Clowns-Nase. Unser Kolumnist stellt die Verhaltensfrage.









