40 Jahre „Junge Freiheit“: Außen bürgerlich, innen radikal
Zum Jubiläum zeigt sich, wo die neurechte Zeitung steht: zwischen politischem Kulturkampf, Angriffen auf Feminismus und strategischer Radikalisierung.
Hinter dem Chefredakteur der „JF“ hängt ein Bild des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, 2017
Gregor Fischer/dpa/picture alliance
Auf Veranstaltungen der AfD tritt Dieter Stein bemüht seriös auf. Der Chefredakteur und Geschäftsführer der Jungen Freiheit (JF) vermeidet schrille Töne. Die Anfeindung „der Presse“ aus seinem Milieu als „Lügenpresse“ findet er kaum angebracht. Das „Ende juristischer Diskriminierung Homosexueller“ begrüßt Stein, das Hissen der „Regenbogenflagge“ an staatlichen Gebäuden allerdings nicht. Die Flagge sei ein „Banner eines linken Kulturkampfs“ gegen die „traditionelle Ordnung“, schreibt der 58-Jährige im Leitkommentar am 22. Mai in seiner Zeitung. Moderat radikal. In den kommenden Tagen feiert Stein das 40. Jubiläum der Wochenzeitung.








