Die ​Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert Zugang zu der von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im Kernkraftwerk Saporischschja. Die Behörde sei ‌über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden sei, teilt die IAEA auf der Plattform X mit. Es sei der erste Drohnenangriff innerhalb des Kraftwerksgeländes seit April 2024 – mehr dazu hier.

Das ukrainische Militär wies die russische Behauptung zurück, dass es hinter dem Angriff stecke, und bezeichnete diese als »Propagandatrick«.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte erneut vor einem neuen massiven russischen Luftangriff. »Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell«, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, jedoch räumte Selenskyj Probleme beim westlichen Nachschub für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ein.

‌Die Ukraine hatte in der Nacht zum Samstag russischen Behördenangaben zufolge einen Tanker, einen Hafen und ein Öllager im Süden Russlands angegriffen. Brände auf ‌dem Schiff und im Hafen von ​Taganrog am Asowschen Meer seien ‌gelöscht worden, teilt der Gouverneur der Region Rostow, Juri ‌Sljussar, auf ​dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Ölaustritt sei nicht gemeldet worden, jedoch seien zwei Menschen verletzt worden.In der ​Region Krasnodar brach laut den ⁠dortigen Behörden in der Stadt Armawir ​nach ​dem Drohnenangriff ein Feuer in dem Öllager aus. Es konnte demnach inzwischen unter Kontrolle gebracht werden. Es ‌habe keine ‌Verletzten gegeben.