IAEA fordert Zugang zu AKW Saporischschja nach angeblichem DrohnenangriffDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert Zugang zu ⁠der angeblich von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im Kernkraftwerk Saporischschja. Die Behörde sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden ‌sei, teilt die IAEA auf der Plattform X mit und ergänzte, das es der erste Drohnenangriff innerhalb des Kraftwerksgeländes seit April 2024 wäre. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigt ‌sich ernsthaft besorgt über ‌den Vorfall. Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer, erklärt er.Nach Angaben ⁠des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom ist eine ukrainische Kampfdrohne im von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporischschja eingeschlagen. Wichtige Anlagen seien ​bei der Explosion nicht beschädigt worden, es sei jedoch ein Loch in die Wand einer Turbinenhalle gerissen ⁠worden, erklärt ‌Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Das ukrainische Militär weist die russische Behauptung zurück, eine ukrainische Drohne habe die Turbinenhalle von Block 6 angegriffen, und ​bezeichnet diese als „Propagandatrick“.NATO hält in Rumänien eingeschlagene Drohne für definitiv russischDie in ein Wohnhaus in Rumänien eingeschlagene Drohne ist Nato-Angaben zufolge aus Russland. Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O'Donnell, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die Drohne sei „russisch“.Durch den nächtlichen Drohnen-Einschlag wurden in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine zwei Menschen verletzt und ein Feuer ausgelöst. Rumänien machte vollumfänglich Moskau für den Vorfall verantwortlich. Der rumänische Verteidigungsminister Radu-Dinel Miruta sagte vor Journalisten, die Seriennummern auf der Rakete wiesen darauf hin, dass es sich „zweifellos“ um eine russische Rakete handele.Putin: Vorwurf zu Drohneneinschlag in Rumänien nicht bewiesenRusslands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf zurückgewiesen, russische Drohnen hätten Rumänien beschossen. „Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde“, sagte Putin vor russischen Journalisten in Kasachstans Hauptstadt Astana. Wahrscheinlich sei eher eine ukrainische Drohne vom Kurs abgekommen, behauptete er. In der Vergangenheit seien auch in Finnland, dem Baltikum und Polen verirrte ukrainische Drohnen heruntergekommen – und jedes Mal sei zunächst Russland beschuldigt worden. Moskau sei aber zur Aufklärung des Falls bereit, fügte Putin hinzu.Dazu forderte der Kremlchef die Übergabe der Drohnentrümmer. Erst dann könne Moskau objektiv zu dem Fall Stellung nehmen, sagte er am Rande eines Gipfels der Eurasischen Wirtschaftsunion in Astana. Ukrainische Gegenangriffe: Russland meldet einen Toten und eine VerletzteIn Russland haben nach den von der Ukraine angedrohten Drohnenangriffen mehrere Regionen Brände, Schäden und einen Toten gemeldet. In Wolschski im Gebiet Wolgograd starb ein 60 Jahre alter Mann in einer Kunststofffaserfabrik, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Eine 55 Jahre alte Frau sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Im Süden von Wolgograd (früher Stalingrad) kam es demnach auch zu einem Brand in einem nicht näher benannten Energieobjekt. Auch ein Wohnhaus sei in der Region beschädigt worden.Im Gebiet Jaroslawl gab es nach Behördenangaben ebenfalls einen massiven ukrainischen Drohnenangriff. Industrieobjekte für die Lagerung von Treibstoffen seien getroffen worden, sagte Gouverneur Michail Jewrajew. Ein Brand werde gelöscht. Verletzte gebe es nicht. Zeitweilig habe die Straße nach Moskau gesperrt werden müssen.Auch in der Hafenstadt Temrjuk brach laut Behörden nach dem Absturz von Trümmern einer abgeschossenen Drohne ein Feuer aus. Verletzte gebe es in dem Kurort am Asowschen Meer, dem nördlichen Nebenmeer des Schwarzen Meeres, nicht, hieß es. Medwedjew droht Europa mit weiteren DrohneneinschlägenDer stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitrij Medwedjew, warnt die europäischen Staaten vor weiteren Drohnen-Vorfällen. Es herrsche Krieg, und die Bürger der EU-Staaten würden nicht mehr ruhig schlafen können, erklärt der ehemalige russische Präsident. Es müsse zwar noch geklärt werden, wem die in Rumänien abgestürzte Drohne gehöre. Die europäischen Politiker sollten sich jedoch nicht empören, da sie sich direkt an einem Krieg ​gegen Russland beteiligten. Solche Vorfälle würden sich weiter ereignen, insbesondere dort, wo Drohnen für die Ukraine hergestellt werden, so Medwedjew. Zudem kündigt das russische Außenministerium eine rasche Reaktion auf die Schließung des russischen Konsulats im rumänischen Constanța durch die Regierung in Bukarest an.Merz: Brauchen starke NATO-Präsenz an der OstflankeBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teilte auf X mit, der Drohneneinschlag zeige abermals Russlands Bereitschaft zur Eskalation. „Deutschland steht an der Seite unserer NATO-Verbündeten“, betonte Merz zugleich. „Der Vorfall zeigt erneut: Wir brauchen eine starke NATO-Präsenz an der Ostflanke. Wir sind bereit, das ​Bündnisgebiet zu verteidigen.“Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) verurteilte das russische Vorgehen. „Russlands rücksichtsloses Verhalten gefährdet weiterhin unsere kollektive Sicherheit“, schrieb Wadephul am Freitag im Internetdienst X. „Wir stehen zu Rumänien“, fügte er in dem auf Englisch verfassten Text hinzu. „Unsere Antwort ist Einigkeit“, schrieb Wadephul weiter. Er kündigte zusätzliche Anstrengungen an, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und die europäische Verteidigung im Rahmen der NATO zu stärken.Selenskyj warnt vor abermaligem russischen GroßangriffRussland bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen neuen Großangriff auf die Ukraine vor. Selenskyj berief sich am Freitag in einem Beitrag im Kurznachrichtendienst Telegram auf Geheimdienst-Erkenntnisse. Er forderte zudem weitere Sanktionen gegen Russland. Die Umsetzung von Vereinbarungen mit Partnern über die Lieferung von Luftabwehrsystemen dürfe nicht verzögert werden. Russland hatte am Montag „systematische ​Angriffe“ auf Ziele in Kiew angekündigt.Rumänien schließt nach Drohneneinschlag russisches KonsulatRumänien weist den russischen Konsul in der Hafenstadt Constanța aus und schließt das dortige Konsulat. Dies erklärt Präsident Nicușor Dan nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohngebäude in der nahegelegenen Stadt Galați. Zudem gebe es Vereinbarungen mit NATO-Verbündeten, vorübergehend militärische Ausrüstung nach Rumänien zu verlegen, bis das Land seine eigene Luftverteidigung modernisiert habe, sagt Dan ​weiter. Kreml: Putin über Drohneneinschlag in Rumänien informiertDer russische Präsident Wladimir Putin ist über den Drohneneinschlag in Rumänien informiert worden. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitrij Peskow. Die NATO wirft Moskau wegen des Vorfalls rücksichtsloses Verhalten vor und betont ihre Bereitschaft, jeden Zentimeter des Bündnisgebiets zu verteidigen. Rumänischen Angaben zufolge war ​in der Nacht eine russische Drohne bei einem Angriff auf die benachbarte Ukraine in ein Wohngebäude in dem NATO-Mitgliedstaat eingeschlagen. Selenskyj sichert Rumänien nach Drohneneinschlag Unterstützung zuNach dem Absturz einer russischen Drohne auf ein Wohnhaus in Rumänien hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Land Unterstützung zugesichert und mehr Druck auf Russland gefordert. Die Ukraine sei bereit, Rumänien in jeder erforderlichen Weise zu unterstützen, schrieb er auf der Plattform X. Selenskyj teilte dort einen Post von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in dem sie nach dem Vorfall auch ankündigte, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen.Selenskyj stimmte von der Leyen zu. Kiew zähle darauf, dass die neuen Sanktionen der EU gegen Russland wirklich streng sein werden und Moskau spüren lassen, dass seine Angriffe erhebliche Verluste für Russland selbst bedeuteten. Er sprach von einem weiteren zynischen Angriff auf zivile Infrastruktur im südukrainischen Gebiet Odessa, das auch an Rumänien grenzt. Kallas: Russland darf europäischen Luftraum nicht ungestraft verletzenRussland darf nach den Worten der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas den europäischen Luftraum nicht ungestraft verletzen. Der Absturz einer russischen Drohne in ein Wohngebäude im rumänischen Galați sei eine eklatante und schwerwiegende ​Verletzung der Souveränität des NATO- und EU-Staates und des europäischen Luftraums, schrieb Kallas auf der Plattform X. Russland habe schon vor langer Zeit aufgehört, Grenzen zu respektieren. Der Vorfall ereignete sich während eines nächtlichen russischen Angriffs auf die benachbarte Ukraine. Kallas erklärt zudem, sie habe mit der rumänischen Außenministerin Oana Toiu gesprochen, um Rumänien die Solidarität der EU ⁠zu versichern.Rumänien bestellt russischen Botschafter einRumänien hat nach Angaben von Außenministerin Oana-Silvia Țoiu den russischen Botschafter in Bukarest einbestellt. Der Grund ist der Einschlag einer russischen ​Drohne in einem Wohnhaus in der Stadt Galati an der Grenze zur Ukraine. Mehr ladenTickarooLive Blog Software