PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeuer FDP-ChefWolfgang Kubicki gewinnt Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-ZimmermannStand: 16:19 UhrLesedauer: 2 MinutenKubicki bei seiner RedeQuelle: AFP/TOBIAS SCHWARZMit knapp 60 Prozent der Stimmen hat Wolfgang Kubicki die Wahl zum FDP-Vorsitzenden gewonnen. Zuvor hatte Marie-Agnes Strack-Zimmermann überraschend ihre Kampfkandidatur angekündigt.Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der 74-Jährige setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Diese kandidierte überraschend gegen ihn.Kubicki erhielt 390 Stimmen (59,27 Prozent), auf Strack-Zimmermann entfielen 259 Stimmen (39,36 Prozent). Kubicki nahm die Wahl an – und erbat sich mehr Zeit für seine Rede als neuer Parteivorsitzender. Die Europapolitikerin Strack-Zimmermann hatte sich auf dem Parteitag überraschend bereiterklärt, gegen Kubicki anzutreten, der bislang der einzige Kandidat war. Die Verteidigungspolitikerin begründete ihre Kandidatur damit, dass die FDP einen neuen Aufbruch benötige, den sie besser verkörpern könne als Kubicki. Scharfe Kritik übte Strack-Zimmermann an Überlegungen von Kubicki, die strikte Ausgrenzung der AfD aufzugeben.Kubicki und Strack-Zimmermann gelten parteiintern seit Langem als Kontrahenten. Der neue FDP-Chef hatte in einer ersten Reaktion die Gegenkandidatur begrüßt. „Meine Danksagung geht an Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weil ich froh darüber bin, dass die beiden alten Schlachtrösser jetzt ins Geschirr gehen“, sagte er in seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz.In der FDP war kurz vor dem Parteitag ein Streit über den Umgang mit der AfD entbrannt. Kubicki und sein designierter Generalsekretär Martin Hagen hatten klargestellt, dass sie eine Abkehr von der „Brandmauer“-Strategie befürworten – Hagen bezeichnete diese Strategie als „Popanz“. Die beiden Liberalen betrachten die AfD zwar als Gegner der FDP und wollen nicht mit ihr zusammenarbeiten. Sie lehnen es aber nicht grundsätzlich ab, dass in Parlamenten gemeinsame Mehrheiten mit der AfD zustande kommen, wenn inhaltlich die Positionen der FDP berücksichtigt werden.Mehr in Kürzell