PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Krieg„Was ist daran schlecht?“ – Putin bringt erneut Schröder als Vermittler ins SpielStand: 22:07 UhrLesedauer: 2 MinutenRusslands Machthaber PutinQuelle: Getty Images/Contributor#8523328Der Altkanzler Schröder als „Mensch, dem man vertrauen kann“ – so stellt Putin seine Sicht auf seinen Vermittler-Vorschlag im Ukraine-Krieg dar. Zudem wirft er der EU vor, den Dialog mit Moskau zu verweigern.Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag zur Benennung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Unterhändler im Ukraine-Krieg verteidigt. „Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann“, sagte er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. „Was ist daran schlecht?“, fragte er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.Lesen Sie auchPutin betonte dabei, dass Russland der EU nicht vorschreibe, wen sie zum Unterhändler für eventuelle Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine ernenne. Doch für ergiebige Verhandlungen sei ein Partner nötig, der nicht mit scharfen Tönen gegenüber Russland aufgefallen sei, meinte er. Der EU warf er zugleich vor, den Dialog mit Moskau zu verweigern.Schon am 9. Mai, dem Tag, an dem Russland den Jahrestag seines Sieges im Zweiten Weltkrieg über Hitler-Deutschland begeht, hatte Putin die Kandidatur Schröders bei möglichen Ukraine-Verhandlungen ins Spiel gebracht. Dieser wäre als EU-Gesandter ein annehmbarer Gesprächspartner für Moskau, hatte er gesagt. In Brüssel stieß dieser Vorschlag vornehmlich auf Ablehnung.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte angesichts fortwährender russischer Angriffe zuletzt Zweifel daran, dass Russland zu Gesprächen bereit ist. Mitte Mai betonte er, dass die Europäer sich keine Vermittler vorschreiben lassen würden. „Wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht, niemand anders“, sagte er.Innerhalb der SPD hatte es gemischte Reaktionen. Vereinzelt hatten sich SPD-Außenpolitiker offen gezeigt, etwa der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, sowie Ralf Stegner. Allerdings hatte etwa Michael Roth, der frühere Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, dem Vorschlag eine Absage erteilt.Der langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, bezeichnete den Vorschlag des russischen Machthabers zudem als „noch nicht mal sehr brillantes Spaltpilz-Manöver“.Mehr von WELT in Google sehenGoogle zeigt zu vielen Themen passende Nachrichten an. Nutzer können nun festlegen, welche Quellen ihnen bevorzugt angezeigt werden:WELT als bevorzugtes Medium festlegenlay mit dpa
Ukraine-Krieg: „Was ist daran schlecht?“ – Putin bringt erneut Schröder als Vermittler ins Spiel - WELT
Der Altkanzler Schröder als „Mensch, dem man vertrauen kann“ – so stellt Putin seine Sicht auf seinen Vermittler-Vorschlag im Ukraine-Krieg dar. Zudem wirft er der EU vor, den Dialog mit Moskau zu verweigern.









