PfadnavigationHomePolitikAuslandRussischer MachthaberPutin sieht Ukraine-Krieg dem Ende zugehen – und bringt plötzlich Gerhard Schröder ins SpielStand: 11.05.2026Lesedauer: 3 MinutenDer russische Angriffskrieg auf die Ukraine neigt sich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge dem Ende zu. Putin brachte am Samstag in Moskau zudem den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler ins Gespräch.Kremlchef Wladimir Putin behauptet, er gehe von einem baldigen Ende des Ukraine-Kriegs aus. Vor Reportern schildert er seine Bedingungen für Verhandlungen – und lässt den Namen von Ex-Kanzler Schröder fallen. Dessen Büro reagierte umgehend.Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine neigt sich laut Präsident Putin womöglich bald dem Ende zu. Wladimir Putin brachte am Samstag in Moskau zudem überraschend den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der Europäischen Union ins Gespräch.„Ich glaube, dass die Angelegenheit sich dem Ende zuneigt“, hatte Putin wörtlich bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau gesagt. Er erklärte zudem, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm mitgeteilt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Man könne sich in einem Drittland treffen, sagte Putin. Voraussetzung sei aber, dass es vorher eine belastbare Friedensvereinbarung gebe.Berichte über eine Botschaft Selenskyjs, die der slowakische Regierungschef Robert Fico überbracht haben wollte, tat Putin hingegen als unwahr ab. „Es gab keine persönliche Botschaft.“ Fico habe lediglich von Selenskyjs Gesprächsbereitschaft berichtet. „Aber das hören wir nicht zum ersten Mal.“ Lesen Sie auchAuf die Frage, ob er zu Gesprächen mit den Europäern bereit sei, sagte Putin, die für ihn bevorzugte Person eines Vermittlers sei der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. Wörtlich sagte der 73-Jährige: „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“Büro von Schröder lehnt Stellungnahme ab, Kritik aus der SPDDas Büro des Altkanzlers teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, Schröder werde sich zu dieser Frage nicht äußern. Putin hatte zuvor auch gesagt, es brauche jemanden als Vermittler, der bisher nicht mit Gemeinheiten gegenüber Russland aufgefallen sei.Zuvor hatte Putin der EU erneut vorgeworfen, den Konflikt in der Ukraine verschärfen zu wollen. Allerdings wisse Europa, „dass dieses Spiel teuer werden könnte“. Die Ukraine werde von Europa weiterhin massiv unterstützt, vor allem mit Technik und Technologie.Die Zeitung „Financial Times“ wiederum hatte bereits am vergangenen Donnerstag berichtet, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf mögliche Gespräche vorbereiten würden. Fico will Zusammenarbeit mit RusslandDer slowakische Ministerpräsident Robert Fico verteidigte unterdessen seine Teilnahme am Weltkriegsgedenken in Moskau und rief zur neuerlichen Zusammenarbeit Europas mit Russland auf. „Ich lehne einen neuen Eisernen Vorhang zwischen der EU und Russland ab“, sagte der Linksnationalist in einem Facebook-Video auf dem Rückflug aus Moskau nach Bratislava. Er und seine Regierung hätten „Interesse an normalen freundschaftlichen und gegenseitig vorteilhaften Beziehungen“ zur Großmacht Russland ebenso wie zu allen anderen Ländern, die daran interessiert seien.Die Absicht der EU, sich vollkommen von russischen Energielieferungen loszulösen, betrachte er als rein „ideologisch“ und zudem „schädlich für die europäische Konkurrenzfähigkeit“. Es sei ein Fehler, „aus Hass gegen Russland eine Energie-Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen, diesmal eine amerikanische, die noch dazu weitaus teurer ist“. rtr/lay/dpa/krott
Ukraine: Putin sieht Krieg dem Ende zugehen – und bringt plötzlich Gerhard Schröder ins Spiel - WELT
Kremlchef Wladimir Putin behauptet, er gehe von einem baldigen Ende des Ukraine-Kriegs aus. Vor Reportern schildert er seine Bedingungen für Verhandlungen – und lässt den Namen von Ex-Kanzler Schröder fallen. Dessen Büro reagierte umgehend.













