Jahrelang engagierte sie sich gegen sexualisierte digitale Gewalt. Und musste dann feststellen, dass ein mutmaßlicher Täter ihr eigener Ehemann war. Indem die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes ihren Fall öffentlich machte, stieß sie eine der wichtigsten Debatten des Jahres an: über digitale Gewalt, über Recht und Machtlosigkeit, über den Preis, den Frauen zahlen, wenn sie sich wehren.Was schützt Betroffene – und was gefährdet sie? Wie blickt Collien Fernandes selbst auf die vergangenen Monate? Darüber spricht sie am 28. Juni im Deutschen Theater mit Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar und Laura Himmelreich, der stellvertretenden Chefredakteurin.Fernandes wirft ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, vor, im Internet Fake-Profile von ihr erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Ulmen soll in sozialen Medien Fakeprofile von Fernandes erstellt und darüber Hunderte Männer kontaktiert haben. Über die Accounts soll er sich als seine damalige Frau ausgegeben und mit Männern Gespräche mit sexuellen Inhalten geführt haben; er soll erotische Bilder und Videos verschickt haben, die den Eindruck erweckten, es handele sich um Aufnahmen von Fernandes. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Anzeige von Fernandes hat in Deutschland eine breite Debatte über digitale Gewalt an Frauen ausgelöst.Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat nach der Anzeige von Schauspielerin Collien Fernandes ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen eingeleitet. Es geht um den Vorwurf der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt. Ulmen hatte über seine Anwälte zuvor bestritten, Fernandes körperlich angegriffen zu haben.Ulmen (50) und Fernandes (44) waren seit 2011 ein Paar, vergangenes Jahr gaben sie ihre Trennung bekannt. Sie haben eine gemeinsame Tochter. Tickets für die Tagesspiegel-Veranstaltung am 28. Juni im Deutschen Theater können Sie sich hier sichern.
Tagesspiegel-Hauptstadtgespräch mit Collien Fernandes: Der Preis des Muts
Die Schauspielerin Collien Fernandes hat mit ihrer Gewalterfahrung eine Debatte über Betroffene und Täter im Netz angestoßen. Über die vergangenen Monate und ihre Lehren daraus spricht sie mit Christian Tretbar und Laura Himmelreich am 28. Juni im Deutschen Theater. Seien Sie dabei!










