Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hat gedruckte Magnetfeldsensoren aus Eisen, Eisenoxid und biobasierten Materialien wie Zellulose oder Stärke entwickelt. Die Bauteile sollen sich nach ihrem Einsatz kontrolliert abbauen oder recyceln lassen.
Aus dem heutigen Alltag sind Magnetfeldsensoren nicht mehr wegzudenken. Milliardenfach werden sie in Autos, Smartphones, Festplatten oder Verpackungen verbaut. Sie messen Bewegungen, Positionen oder Abstände und stecken auch in Fensterkontakten, Lenkrädern oder Sicherheitssystemen.
„Viele dieser Sensoren enthalten Materialien wie Nickel oder Kobalt“, sagt Dr. Denys Makarov, Leiter der Abteilung Intelligente Materialien und Funktionselemente am Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). „Das sind Stoffe, die problematisch für Umwelt und Gesundheit sein können, wenn sie nicht sachgerecht entsorgt werden.“ Gleichzeitig erfordere ihre Herstellung oft energieintensive Prozesse und komplexe Fertigungsschritte.
Die Entwicklung einer nachhaltigen Alternative ist daher auch technisch anspruchsvoll, doch einem internationalen Forscherteam am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf ist dies nun gelungen, wie es in der Fachzeitschrift Nature Communications dokumentierte – und dazu benötigte es im Prinzip nur Eisen, Zellulose und Bienenwachs. Statt auf klassische Herstellungsverfahren setzt das Team dabei auf biobasierte Tinten und industrielle Drucktechnologien.










