PfadnavigationHomePolitikAuslandFriedensverhandlungenTrumps Zustimmung zu Iran-Deal noch offen – aber Vance hat „ziemlich gutes Gefühl dabei“Stand: 07:18 UhrLesedauer: 4 MinutenUS-Vizepräsident J.D. Vance hat nach Berichten über eine Einigung iranischer und US-amerikanischer Unterhändler auf ein mögliches Veto von Präsident Donald Trump hingewiesen.In den Verhandlungen um ein mögliches Abkommen mit dem Iran sieht US-Vize J.D. Vance zwar Fortschritte, eine endgültige Einigung stehe aber noch aus. Die Zustimmung von Donald Trump sei weiterhin offen.US-Vizepräsident J.D. Vance hat nach Berichten über eine Einigung iranischer und US-amerikanischer Unterhändler auf ein mögliches Veto von Präsident Donald Trump hingewiesen. „Ich glaube, es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird“, sagte Vance in der Nähe von Washington. „Ich kann nicht garantieren, dass wir ans Ziel kommen, aber im Moment habe ich ein ziemlich gutes Gefühl dabei“, fügte der Vizepräsident hinzu.Es sei viel Fortschritt gemacht worden, allerdings werde noch an einigen Punkten gearbeitet. Man diskutiere noch über einige Formulierungen. Die Iraner schienen – zumindest Stand jetzt – in guter Absicht zu verhandeln. „Hoffentlich machen wir weiterhin Fortschritte“, sagte Vance.Lesen Sie auchZuvor hatte das Portal „Axios“ berichtet, Unterhändler aus den USA und dem Iran hätten eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg erzielt. Trump und die Führung der iranischen Seite müssten aber noch zustimmen. Laut dem Medienbericht würden – falls Trump zustimmen sollte – mit dem Rahmenabkommen die Waffenruhe verlängert und Verhandlungen über Irans Atomprogramm aufgenommen werden. Das Rahmenabkommen umfasse einen Zeitraum von 60 Tagen. Teil der Einigung ist demnach auch ein uneingeschränkter Schiffsverkehr ohne Gebühren durch die Straße von Hormus.US-Seeblockade soll aufgehoben werdenLaut dem „Axios“-Bericht soll die Einigung neben dem uneingeschränkten Schiffsverkehr ohne Gebühren auch beinhalten, dass die US-Seeblockade von iranischen Häfen aufgehoben wird. Zudem soll Iran innerhalb von 30 Tagen Minen in der Meerenge entfernen. Nach Kriegsbeginn am 28. Februar war der für den Ölhandel wichtige Schiffsverkehr durch die Meerenge vor Iran weitgehend zum Erliegen gekommen. Iran blockierte die Durchfahrt, daraufhin schossen die Preise für Öl und Gas an den weltweiten Energiemärkten nach oben. Die USA blockierten in der Folge iranische Häfen. Dem Bericht zufolge soll Teil der Einigung auch sein, dass die USA einige Ausnahmen bei Sanktionen gegen den Iran gewähren, damit das Land Öl verkaufen könne.In der Absichtserklärung soll laut dem Medienbericht auch stehen, dass sich Iran dazu verpflichtet, keine Atomwaffen anzustreben. Und die USA würden sich dazu bereit erklären, im Rahmen der Verhandlungen über eine Lockerung der Sanktionen und der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zu sprechen. In den Verhandlungen soll es auch um die Entsorgung von Irans hochangereichertem Uran gehen.USA gehen weiter gegen Irans Schattenflotte vorDer Iran umgeht die Ölsanktionen nach US-Angaben mithilfe eines Netzwerks aus Hunderten von alternden Tankern mit verschleierter Eigentümerschaft. Mit dieser sogenannten Schattenflotte habe die Führung in Teheran Rohöl im Milliardenwert nach China verkaufen können. Das US-Außenministerium verhängt nun laut Mitteilung Sanktionen gegen mehrere Organisationen, Personen und Schiffe, die das „Rückgrat des illegalen Ölhandels im Iran bilden“.Die Maßnahmen zielten auf die „finanziellen Lebensadern“ der Revolutionsgarden und des iranischen Militärapparats. Zudem verhänge das US-Finanzministerium weitere Sanktionen gegen in Hongkong ansässige „Schlüsselakteure eines Ölhandelsnetzwerks“, die die Lagerung, den Transport und Verkauf dieses Öls ermöglicht und damit direkt die Revolutionsgarden, den Generalstab der iranischen Armee und den Militärapparat finanziert hätten. Bereits im April hatte das US-Finanzministerium mitgeteilt, die chinesische Ölraffinerie Hengli werde wegen ihrer umfassenden Geschäfte mit Teheran mit Sanktionen belegt. „Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft, und Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus dem Iran“, hieß es. Zudem wurden Sanktionen gegen etwa 40 Reedereien und Schiffe der iranischen Schattenflotte verhängt. US-Militär dementiert Abschuss einer US-DrohneDie US-Armee dementierte unterdessen iranische Berichte über eine angeblich über dem Persischen Golf abgeschossene US-Drohne. Die Berichte seien falsch, die US-Luftwaffe habe keine Verluste zu verzeichnen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. Die den Iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf eine Militärquelle gemeldet, eine Rakete habe eine US-Drohne nahe der südlichen Hafenstadt Buschehr abgeschossen. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das US-Militär hatte iranischen Angaben zufolge in der Nacht zu Donnerstag einen Bereich des Flughafens in der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus attackiert. Zuvor sollen die Revolutionsgarden mit Warnschüssen zwei Schiffe in der Meerenge zum Umkehren gezwungen und die US-Angriffe ausgelöst haben. Nach Angaben des US-Militärs galt der Angriff im Bereich von Bandar Abbas einem für Drohneneinsätze verantwortlichen Kontrollzentrum. Bereits Anfang der Woche war es in der Straße von Hormus trotz geltender Waffenruhe und laufender Verhandlungen zu gegenseitigem Beschuss gekommen.Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Straße von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe. In dem Rahmenabkommen soll laut dem Medienbericht auch festgehalten werden, dass der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon enden solle.AFP/Reuters/dpa/ceb
Iran-Krieg: Trumps Zustimmung zu Deal noch offen – aber Vance hat „ziemlich gutes Gefühl dabei“ - WELT
In den Verhandlungen um ein mögliches Abkommen mit dem Iran sieht US-Vize J.D. Vance zwar Fortschritte, eine endgültige Einigung stehe aber noch aus. Die Zustimmung von Donald Trump sei weiterhin offen.













