Seit über vier Wochen verhandeln Vermittler in Pakistan und Katar über ein vorläufiges Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Donnerstag, man sei „noch nicht da, aber sehr nah dran“. Präsident Donald Trump hat das Memorandum of Understanding bislang nicht unterzeichnet, laut Vance seien noch „ein paar Formulierungsfragen“ offen.

Die New York Times hat nun Details des Entwurfs veröffentlicht, auf den sich beide Seiten zubewegen. Es wäre, sollte es zustande kommen, der bedeutendste diplomatische Schritt seit Kriegsausbruch am 28. Februar und zugleich erst der Auftakt einer langen Verhandlungsphase über das iranische Atomprogramm, US-Sanktionen und eine dauerhafte Kriegsbeendigung. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

60-tägige Waffenruhe

Der Entwurf sieht nach US-Verständnis eine 60-tägige Feuerpause vor, in der über ein dauerhaftes Abkommen verhandelt werden soll. Die iranische Seite besteht auf einer Formulierung, die ein Kriegsende auf allen Fronten, einschließlich Libanon, für die gesamte Verhandlungsdauer festschreibt.

Weil die Gespräche indirekt über Pakistan und Katar laufen, ist unklar, ob beide Seiten tatsächlich denselben Textentwurf vorliegen haben. Parallel haben sich US-amerikanische und iranische Kräfte in den vergangenen Tagen kleinere Gefechte geliefert, ein Signal, wie brüchig die aktuelle Lage bleibt.