PfadnavigationHomePolitikAusland„Unverantwortliche Eskalation“Russische Drohne trifft Hochhaus in Nato-Staat Rumänien – Kampfjets zur Luftüberwachung gestartetStand: 07:39 UhrLesedauer: 2 MinutenEine russische Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen. Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt.In Galati nahe der ukrainischen Grenze ist eine russische Drohne in ein Wohnhochhaus gestürzt. Im zehnten Stock brach ein Feuer aus, zwei Bewohner wurden leicht verletzt. Rumänische F-16 reagierten auf den Luftraumverstoß.Eine russische Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen. Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium des EU- und Nato-Staats mitteilte.Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, Russland habe in der Nacht in der Ukraine in Grenznähe erneut zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen angegriffen. Eine davon sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Zwei Kampfflugzeuge der Luftabwehr vom Typ F-16 seien um 01:19 Uhr vom Militärstützpunkt Fetesti aufgestiegen, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage sei dynamisch, hieß es weiter.Das Innenministerium erklärte auf Facebook, es seien keine weiteren Drohnen gesichtet worden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf den Weg zum Einsatzort. Galati liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.Das rumänische Außenministerium warf Russland eine „schwere und unverantwortliche Eskalation“ vor. Rumänien werde die notwendigen diplomatischen Maßnahmen ergreifen, um auf diesen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Verletzung seines Luftraumes zu reagieren, teilte das Außenministerium mit. Rumänien habe die Verbündeten und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall informiert.Die Nato warf Russland nach dem Einschlag Rücksichtslosigkeit vor. Die Nato werde ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter verstärken, erklärte ein Sprecher des Militärbündnisses auf der Social-Media-Plattform X. Dies betreffe auch Drohnen. Mehrfach russische Drohnentrümmer im Grenzgebiet gefundenRussland greift die benachbarte Ukraine immer wieder mit zahlreichen Drohnen an. Dabei gab es auch einzelne Fälle, bei denen Drohnen den Luftraum von Nato-Staaten verletzten. Auch der ukrainische Donauhafen Reni in der Nähe von Galati ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.In Rumänien wurden im Grenzgebiet bereits mehrfach russische Drohnentrümmer geborgen. Erst vor einem Monat war eine russische Drohne über Galati abgestürzt und traf nach Behördenangaben das Nebengebäude eines Wohnhauses. Verletzt wurde damals niemand.Als Nato-Partner unterstützt Großbritannien die Luftabwehr Rumäniens wegen des Ukraine-Kriegs mit Kampfjets vom Typ Typhoon.Mehr von WELT in Google sehenGoogle zeigt zu vielen Themen passende Nachrichten an. Nutzer können nun festlegen, welche Quellen ihnen bevorzugt angezeigt werden:WELT als bevorzugtes Medium festlegendpa/ceb