Russische Drohne trifft Hochhaus in rumänischer Stadt nahe der UkraineEine russische Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen. Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium des EU- und NATO-Staats mitteilte. Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, Russland habe in der Nacht in der Ukraine in Grenznähe abermals zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen angegriffen. Eine davon sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Zwei Kampfflugzeuge der Luftabwehr vom Typ F-16 seien um 01:19 Uhr vom Militärstützpunkt Fetesti aufgestiegen, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage sei dynamisch, hieß es weiter. Das Innenministerium erklärte auf Facebook, zunächst seien keine weiteren Drohnen gesichtet worden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf dem Weg zum Einsatzort. Galati liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.Fabian DrahmouneUkraine meldet Drohnenangriff auf Hafenstadt Ismajil Nach Angaben der örtlichen Behörden gibt es momentan einen Drohnenangriff auf das Gebiet um den ⁠ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa. Eine der Drohnen habe sich in Stromleitungen verfangen, wodurch die Stromversorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrochen worden sei, teilten die Behörden der Nachrichtenagentur Reuters zufolge über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ismajil liegt nahe ‌der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. Die strategisch wichtige Stadt ist häufig Ziel von Angriffen.Kallas stellt Maximalforderungen an RusslandDie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat weitgehende Bedingungen für Verhandlungen zwischen der EU und Russland über einen Frieden in der Ukraine aufgestellt. So solle Russland eine „militärische Beschränkung“ seiner Truppenstärke hinnehmen, wenn dies auch der Ukraine auferlegt werde, sagte Kallas nach Beratungen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol. Zudem liege es nicht im europäischen Sicherheitsinteresse, dass russische Truppen in Georgien und Moldau seien und sich in Wahlen anderer Länder einmischten. Russland müsse außerdem Reparationen leisten und jegliche Sabotageakte, Cyberangriffe und Luftraumverletzungen in Europa einstellen. „Es handelt sich natürlich um einen maximalistischen Ansatz“, sagte Kallas, doch halte es Russland ebenso.Zum richtigen Zeitpunkt für Gespräche und zu den Vorbedingungen wurden in Zypern unterschiedliche Ansichten geäußert. Keine Verständigung gab es darüber, wer die EU repräsentieren und ob diese Person als Mittler oder Anwalt der Ukraine auftreten solle. Kallas nannte es eine „Falle“ Russlands, „dass wir darüber diskutieren, wer mit ihnen spricht, während sie bereits auswählen, wer geeignet ist und wer nicht“. Die EU könne auch nicht als Vermittler auftreten, „denn wir vertreten die Interessen Europas und die Interessen der Ukraine, da die Ukraine ja auch zu Europa gehört“. Dagegen sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt Gunther Kriechbaum, der Deutschland vertrat, dass ein Vermittler „von allen Seiten“ anerkannt werden müsse.Warum Kallas selbst als Vermittlerin ausscheidet und mehr über die Hintergründe des Streits lesen Sie hier:Ukraine will 20 schwedische Kampfflugzeuge kaufen Die Ukraine will 20 schwedische Kampfflugzeuge des neuen Typs Jas 39 Gripen E/F kaufen. Dafür wolle das Land, das von Russland angegriffen wird, 2,5 Milliarden Euro aus einem EU-Kredit aufwenden, wie die schwedische Regierung mitteilte.„Wenn die Ukraine den geplanten Kauf tätigt, beabsichtigt Schweden zudem, 16 Gripen C/D-Flugzeuge als bilaterale Hilfe zu spenden“, hieß es. Diese älteren Modelle könnten ab nächstem Jahr geliefert werden. Die neuen Jas 39 Gripen E/F, die über stärkere Motoren, eine höhere Reichweite, ein fortschrittlicheres Radar und modernere Elektronik verfügen, sollten ab 2030 bereitstehen. Außerdem werde Schweden mit Ausbildung und technischer Wartung unterstützen, sagte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Uppsala. „Die Flieger sind mit einer hervorragenden Bewaffnung ausgestattet, die uns im Kampf gegen die Russen helfen wird“, so Selenskyj. Im vergangenen Herbst hatten Schweden und die Ukraine eine Absichtserklärung unterschrieben, die den Weg für den Kauf von bis zu 150 schwedischen Kampfjets durch die Ukraine ebnen sollte. Die Vereinbarung vom Donnerstag sei nun „der erste Schritt auf dieser gemeinsamen Reise“, sagte Kristersson. Auch die US-Botschaft in Kiew bleibt geöffnetUngeachtet der ⁠russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten zur Ausreise hält auch die amerikanische Botschaft in Kiew ihren Betrieb aufrecht. „Die US-Botschaft ist geöffnet. Es gibt keine Änderungen an unseren Abläufen, und anderslautende Berichte sind falsch“, teilt die Vertretung auf X mit. Russland hatte vor ‌geplanten Angriffen zur Evakuierung aufgerufen.Ukraine greift wieder Ölraffinerie anDie ukrainische Armee ⁠hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht eine russische Ölraffinerie im Schwarzmeerhafen Tuapse angegriffen. Dies teilt der ukrainische Generalstab mit. Auf dem Gelände der Raffinerie seien ‌Feuer und Rauch beobachtet worden. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit noch geprüft. Kallas findet Merz-Vorschlag „sehr gut“ Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich positiv über den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für eine Teilmitgliedschaft der Ukraine in der EU geäußert. „Es ist klar, dass die Idee dahinter sehr gut ist“, sagte sie vor dem Treffen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol. „Dahinter steht der Gedanke, dass wir in Bezug auf die Ukraine schneller vorankommen müssen.“Diese Prozesse bräuchten Zeit, fuhr Kallas fort. „Es geht also darum, wie wir in den verschiedenen Phasen schneller vorankommen können.“ Moskau will, dass Diplomaten Kiew verlassen – auch Chinas Botschafter hält sich nicht dranAnfang der Woche hatte Moskaus Außenministerium internationale Diplomaten aufgefordert, Kiew zu verlassen – die russischen Streitkräfte planten „systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren“ in der ukrainischen Hauptstadt.Mehr denn je stellt sich die Drohung des russischen Machtapparats als hohl heraus: Denn nicht nur die westlichen Vertreter in der ukrainischen Hauptstadt, sondern auch der Botschafter des wichtigsten russischen Partnerlandes Chinas sind in Kiew geblieben.Am Mittwoch verbreitete Botschafter Ma Shengkun ein Foto, das ihn bei einem Treffen mit dem ukrainischen Wirtschaftsminister Oleksii Sobolev am selben Tag zeigt. Beide Männer reichen sich die Hände unter ukrainischem Wappen, augenscheinlich in einem ukrainischen Regierungsgebäude. „Ausführlich und tiefgründig“ habe man sich „über die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel und Wirtschaft zwischen den beiden Ländern ausgetauscht“, schrieb die chinesische Botschaft in Kiew auf ihrem WeChat-Kanal.Vergangene Woche erst hatten sich Putin und Staatschef Xi Jinping in Peking getroffen und in einer Vielzahl von Freundschaftserklärungen auch bekräftigt, „die Ursachen der ukrainischen Krise zu beseitigen“ – was aus Sicht Pekings und Moskaus darauf abzielt, dass die vorgebliche Ausdehnung der NATO Richtung Osten eine zentrale Ursache ist. Gleichzeitig aber rief Xi mit Blick auf den Irankrieg dazu auf, dass „Störungen der internationalen Handelsordnung verringert“ werden. Eine Eskalation des Kriegs mutmaßlich auch in der Ukraine wäre also nicht im Sinne Chinas – auf dessen Unterstützung Moskau angewiesen ist.Mathias PeerEU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennenDie EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von der Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines informellen Außenministertreffens in Zypern.Statt über Personen soll demnach zunächst über Strategiefragen geredet werden. „Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen“, sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.Zugleich ist den Angaben zufolge geplant, die Vorbereitungen für weitere Russland-Sanktionen voranzutreiben. Demnach wird nicht davon ausgegangen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zum derzeitigen Zeitpunkt überhaupt verhandlungsbereit ist.Selenskyj: Ballistische Raketen letzter großer Vorteil MoskausDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident ​Donald Trump angesichts russischer Angriffe um weitere Luftabwehrsysteme gebeten. In einem Brief ⁠an Trump und den US-Kongress, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, bezeichnete er ballistische Raketen als den letzten großen Vorteil Moskaus auf ‌dem Schlachtfeld. Die Ukraine sei bereit, die benötigten Patriot-Systeme und Abfangraketen zu kaufen.Die US-Raketen für das Patriot-System sind die einzige Möglichkeit der ‌Ukraine, russische ballistische ‌Raketen abzuschießen. Zwar kauft die Regierung in Kiew seit Trumps Amtsantritt Patriot-Raketen über die NATO-Initiative PURL, die von europäischen Verbündeten finanziert wird. Das derzeitige Liefertempo werde ​der Bedrohung aber nicht ⁠mehr gerecht, so Selenskyj. Zudem droht der Krieg in Iran die ohnehin knappen Ressourcen weiter zu ​verknappen. Solange der russische Präsident Wladimir Putin bei konventionellen Waffen im Vorteil sei, ⁠werde er diplomatische ‌Lösungen meiden, sagte Selenskyj. Finnland vermutet LuftraumverletzungEin russisches Militärflugzeug steht nach Angaben von Finnlands Verteidigungsministerium im Verdacht, finnischen Luftraum verletzt zu haben. „Eine Untersuchung des mutmaßlichen Luftraumverstoßes wurde sofort eingeleitet“, sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. Der Flieger könnte demnach im finnischen Meerbusen vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Die Luftwaffe habe mit einem Einsatzflug reagiert, hieß es in der Mitteilung. Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall nun.In den vergangenen Monaten waren im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine mehrfach fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den finnischen Luftraum eingedrungen oder auf finnischen Boden abgestürzt. Finnland teilt eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Litauen kauft mehr als 900 gepanzerte Fahrzeuge in Finnland Litauen will zur Stärkung seiner Verteidigung mehr als 900 gepanzerte ⁠Fahrzeuge des finnischen Rüstungskonzerns Patria kaufen. Darunter seien 300 Fahrzeuge, die bis zum Jahr 2030 geliefert werden sollen, teilt Präsident Gitanas Nausėda mit. Der baltische NATO-Staat grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands engen Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 ‌hat Litauen seine Verteidigungsanstrengungen massiv verstärkt und die Militärausgaben kräftig erhöht. Warschau sucht engere Sicherheitsbeziehungen zu London Polen strebt eine möglichst enge diplomatische Beziehung zu Großbritannien mit einem Schwerpunkt auf der Verteidigung ‌gegen Russland an. Das teilte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk vor seinem Abflug nach London mit, wo er ein neues Verteidigungs- und Sicherheitsabkommen unterzeichnen will. „Beide ‌Seiten betonen, dass Russland ‌eine strategische Bedrohung ist, auch eine langfristige, für Polen, für Großbritannien, für die NATO“, sagte Tusk. „Deshalb sollte sich unsere Zusammenarbeit darauf konzentrieren, Polen und andere Länder gegen die ​russische Bedrohung zu sichern.“ Tusk zufolge ⁠konzentriert sich ein wesentlicher Teil des Vertrags auf die Cybersicherheit, da Polen sich als Drehscheibe ​für Militärhilfe für die Ukraine als Hauptziel für hybride russische Angriffe sieht. Großbritannien hat bereits ⁠ähnliche Abkommen mit Frankreich ‌und Deutschland geschlossen. Röttgen weiter für Taurus-Lieferung an die Ukraine Trotz der Entwicklung weitreichender Waffen durch die Ukraine selbst hat sich der CDU-Politiker Norbert Röttgen weiter dafür ausgesprochen, dem Land Taurus-Marschflugkörper aus Bundeswehr-Beständen zu liefern. Er halte es für „politisch richtig, den Taurus zu liefern“, sagte Röttgen dem Portal „Politico“ nach Angaben vom Mittwoch. Er gab aber zu, für Taurus-Lieferungen habe es „nie eine Mehrheit“ gegeben. „Daran hat sich nichts geändert. Meine Meinung hat sich aber auch nicht geändert." Die Ampelregierung unter SPD-Kanzler Olaf Scholz hatte eine Lieferung von Taurus an die Ukraine stets abgelehnt. Die neue schwarz-rote Bundesregierung will aus taktischen Gründen weniger detailliert über Waffenlieferungen an die Ukraine berichten als die Vorgängerregierung. Dies betrifft auch etwaige Taurus-Lieferungen. Deutschland solle der Ukraine weiterhin auch mit Geld und Krediten helfen, sagte Röttgen. „Denn die Produktionskapazitäten für Rüstungsgüter sind inzwischen sehr, sehr groß in der Ukraine. Das, was ihr fehlt, ist Geld." Die Ukraine brauche „noch etwas mehr“ als jene 90 Milliarden Euro, die von der Europäischen Union als Kreditlinie zur Verfügung gestellt worden seien. Mehr ladenTickarooLive Blog Software