Eine kenianische Menschenrechtsorganisation hat nach eigenen Angaben inmitten des Ebola-Ausbruch in Afrika Klage gegen ein von den Vereinigten Staaten geplantes Quarantänezentrum für US-Staatsbürger in dem Land eingereicht. Das Katiba-Institut erklärte am Donnerstag, die geplante Einrichtung werfe »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« auf. Der geplante Betrieb solle gestoppt und die Einreise von möglicherweise Infizierten verhindert werden. Nach US-Angaben soll die Einrichtung am Freitag in Betrieb gehen.
Mehr zur Epidemie: Wird dieser Ebola-Ausbruch der größte, den es je gab? Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) warnte, die geplante Einrichtung könne »zusätzlichen Druck« auf das kenianische Gesundheitssystem ausüben. Die Übernahme der Quarantäne für »ausländische Staatsbürger« könne die Kapazitäten des ostafrikanischen Landes »überdehnen«, sollte es nicht »ausreichend unterstützt« werden, sagte CDC-Africa-Präsident Jean Kaseya.
»Bestmögliche Versorgung« für US-BürgerDas Quarantänezentrum mit 50 Betten soll auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia in Kenia eingerichtet werden. Es soll später noch ausgebaut werden. Nach Angaben eines US-Beamten sollen dort positiv auf das Ebola-Virus Getestete oder Menschen mit Symptomen bis zu ihrer Verlegung in Einrichtungen in Europa versorgt werden. Die US-Bürger sollten die »bestmögliche Versorgung« erhalten, ohne eine lange Rückreise in die USA antreten zu müssen, ergänzte er.











