Der große und noch heute bedeutende englische Staatsphilosoph Thomas Hobbes wollte angesichts des furchtbaren Bürgerkrieges in seinem Land den Menschen vor dem Menschen schützen. Gäbe es keine strengen Gesetze, so spitzte es der Gelehrte 1651 in seinem Hauptwerk „Leviathan“ zu, würde es unweigerlich einen „Krieg aller gegen alle“ geben, der zu einer fatalen Steigerung der Gewalt führe. Als Konsequenz und als Schutz habe sich der Bürger dem souveränen Herrscher per Gesetz zu unterwerfen, der wiederum unbedingt für Frieden zu sorgen habe.

Hoch bedeutsam ist hierbei die Feststellung, dass nach Hobbes nur dann der Bürger gegen den Staat aufstehen und zur Revolte schreiten dürfe, wenn dieser eben nicht mehr für die Unversehrtheit des Einzelnen sorgen kann. Schauen wir daher auf unser Land: Die oberste Aufgabe und Pflicht unseres Staates ist und bleibt die Daseinsvorsorge. Diese umfasst Bereiche wie Energieversorgung, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Verkehr und Telekommunikation und den Sozialbereich, um das menschliche Dasein zu ermöglichen und das Gemeinwohl zu fördern.

Aber ganz vorne steht die Sicherheit. Ohne sie würden Anarchie und der Urzustand herrschen, wie von Hobbes beschrieben. Wie also steht es um unsere innere und äußere Sicherheit?