PfadnavigationHomePanoramaEr rief „Allahu Akbar“„Terrorakt“ in der Schweiz – Messerangreifer hat Verbindungen zu Islamisten-SzeneStand: 15:19 UhrLesedauer: 2 MinutenIn Winterthur soll ein 31-jähriger Schweizer am Bahnhof mehrere Passanten mit einem Messer angegriffen und „Allahu Akbar“ gerufen haben.Nach der Messerattacke am Bahnhof von Winterthur verdichten sich Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund des Angreifers. Der 31-jährige Schweizer verletzte drei Männer, rief laut Medienberichten „Allahu Akbar“.Am Bahnhof im schweizerischen Winterthur hat ein Mann am Donnerstag drei Menschen mit einem Messer verletzt. Der Mann habe die Passanten am Morgen angegriffen und sei dann festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei dem Angreifer handele es sich um einen 31-jährigen Schweizer. Kantonspolizeikommandant Marius Weyermann nannte Details zu den Opfern. Ein 28-Jähriger erlitt demnach eine Stichverletzung am Bein und soll das Krankenhaus in Kürze verlassen können. Ein 43-jähriger Mann wurde am Hals verletzt, konnte inzwischen aber bereits entlassen werden. Ein 52-Jähriger zog sich eine Stichverletzung am Oberschenkel zu und wird weiterhin im Krankenhaus behandelt.Mehrere Schweizer Medien berichteten, der Mann sei vor dem Bahnhof herumgelaufen und habe „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen. Mario Fehr, Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, sprach von einem „Terrorakt“.Angreifer hatte Verbindungen zu Islamisten-SzeneWie mehrere Schweizer Medien berichten, soll der 31-jährige Schweizer bereits seit Jahren Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit radikal-islamistischen Kreisen bekannt sein.Nach SRF-Recherchen tauchte der Name des Verdächtigen spätestens 2018 bei Ermittlungen zur sogenannten Jugendgruppe der später geschlossenen An’Nur-Moschee auf. Dem Bericht zufolge erhielt er damals mehrfach sogenannte Naschids mit radikalen Inhalten sowie Videos der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Absender soll eine zentrale Figur der Winterthurer Dschihadisten-Szene gewesen sein. Zudem sollen auch die beiden Brüder des Mannes in Ermittlungen wiederholt als radikalisiert aufgefallen sein.SRF berichtet weiter, der Mann habe sich in den vergangenen Jahren weiterhin entsprechend betätigt und sei Behörden immer wieder aufgefallen, weil er andere vom Dschihad habe überzeugen wollen und Propagandamaterial verbreitet habe. Zugleich sei bei ersten Abklärungen der Sicherheitsbehörden auch sein psychischer Zustand Thema gewesen. Demnach galt er als psychisch auffällig und war zeitweise in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Welche Diagnose vorlag und warum er entlassen wurde, ist nach dem Bericht unklar.Der Festgenommene ist nach Angaben der Kantonspolizei Schweizer, seine Familie stammt laut SRF aus der Türkei. Dort soll er sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren aufgehalten haben. Weshalb er in die Schweiz zurückkehrte, ist bislang nicht bekannt.Winterthur hat rund 120.000 Einwohner und liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von Konstanz am Bodensee.Der Text wird laufend aktualisiert.ll/jm. mit AP