Live-TickerMesserattacke in Winterthur: Sicherheitsdirektor Mario Fehr spricht von Terrorakt +++ Mutmasslicher Täter war kurz vor der Tat in der PsychiatrieEin Mann hat am Donnerstagvormittag drei Personen mit einer Stichwaffe verletzt. Er soll dabei «Allahu akbar» gerufen haben. Die Medienkonferenz im Ticker.28.05.2026, 15.26 Uhr1 LeseminutenAktualisiertOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Mario Fehr plädiert für den Entzug der StaatsbürgerschaftSicherheitsdirektor Mario Fehr spricht sich dafür aus, dem Täter die Staatsbürgerschaft zu entziehen. "Wir wollen nicht, dass solche Leute in unserem Land bleiben können. Dafür hätte die Bevölkerung kein Verständnis."Ein Opfer musste notoperiert werdenBei den Opfern handelt es sich um drei Männer, alles Schweizer Staatsbürger. Der 28-Jährige soll bald aus dem Spital entlassen werden. Der 43-Jähriger wurde am Hals verletzt. Er konnte das Spital bereits verlassen. Der 52-Jährige wurde am Oberschenkel verletzt und musste notoperiert werden. Er befindet sich nach wie vor im Spital.Täter war kurz vor der Tat in der PsychiatrieAm 25. Mai 2026 hat sich der Täter bei der Winterthurer Stadtpolizei gemeldet und wirre Aussagen gemacht. Er wurde daraufhin in die Psychiatrie eingewiesen. Einen Tag später hat er diese verlassen. Er wurde von der Polizei aufgefunden und wieder in die Klinik gebracht. In der Integrierten Psychiatrie Winterthur Zürcher Unterland kam man zum Schluss, dass beim Täter weder Selbst- noch Fremdgefährdung bestehe. Am 27. Mai hat er beschlossen, die Klinik zu verlassen.Der Täter schon früher auf dem Radar der BehördenBeim Täter handelt es sich um einen 31-Jährigen, der aus Winterthur kommt. Er ist schweizerisch-türkischer Doppelbürger und in der Vergangenheit schon auf den Radar der Behörden geraten. 2015 wurde er angezeigt wegen Verbreitung von IS-Propaganda, rund um die An-Nur-Moschee. 2018 wurde er im Zusammenhang mit einer Schlägerei angezeigt.Im August 2024 hat er die Schweiz verlassen und knapp zwei Jahre lang in der Türkei gewohnt. Auf dem Radar der Behörden ist er erst wieder 2026 aufgetaucht.Polizeikommandant schildert den VorfallDer Polizeikommandant Marius Weyermann sagt, es sei um 8 Uhr 28 ein Notruf bei der Polizei eingegangen, dass jemand am Bahnhof Winterthur Stichverletzungen erlitten habe. Die Polizei sei sofort ausgerückt. Es habe sich gezeigt, dass drei Personen verletzt worden seien. Fünf Minuten später habe der Täter bereits verhaftet werden können.Mario Fehr spricht von TerroraktMario Fehr sagt vor den Medien: «Ich bezeichne den Vorfall von heute ausdrücklich als Terrorakt. Unser Ziel ist es, der Öffentlichkeit möglichst alle Informationen weiterzugeben.»Täter verkehrt in der islamistischen SzeneGemäss Informationen der NZZ handelt es sich beim Täter um einen 31-jährigen Schweizer, der bereits seit mehreren Jahren in der islamistischen Szene Winterthurs verkehrt. Er gilt als glühender Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat, gilt zudem als psychisch labil. Sein Name tauchte auch im Zusammenhang mit Ermittlungen um die später geschlossenen An-Nur-Moschee auf. Die Familie stammt aus der Türkei. Dort soll der Mann die letzten zwei bis drei Jahre auch gelebt haben. Weshalb er zurückkehrte, ist derzeit nicht bekannt.Das ist bisher bekannt:Am Bahnhof Winterthur ist es am Donnerstagvormittag zu einer Messerattacke mit Verletzten gekommen. Der Angriff geschah kurz nach 8 Uhr 30: Ein Mann stach an drei Orten bei der Unterführung auf drei Personen ein. Pendler und auch eine Schulklasse, deren Lehrperson sich schützend vor sie stellte, bekamen die blutige Tat mit.Die Tamedia-Zeitungen berichteten unter Berufung auf einen Augenzeugen, dass der Mann mittleren Alters «Allahu akbar» (Gott ist grösser) gerufen haben soll.Laut Kantonspolizei handelt es sich beim Täter um einen 31-jährigen Schweizer. Bei den mittelschwer bis schwer Verletzten handelt es sich um drei Schweizer im Alter von 28, 43 und 52 Jahren. Sie wurden ins Spital gebracht.Grosse Teile des Bahnhofs Winterthur waren am Donnerstagvormittag wegen eines blutigen Angriffs gesperrt.Claudio Thoma / KeystonePassend zum Artikel
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