OpenAI-Chef Sam Altman hat seine Einschätzung zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt relativiert. Auf der „Accelerate AI“-Konferenz der Commonwealth Bank of Australia erklärte er laut Reuters, er habe den Abbau von Einstiegsjobs im Bürobereich bislang überschätzt. „Ich bin froh, dass ich mich in dieser Sache geirrt habe. Ich hatte gedacht, dass es inzwischen mehr Auswirkungen auf den Abbau von Einstiegspositionen im Bürobereich gegeben hätte, als es tatsächlich der Fall ist“, sagte Altman.
Der Bericht widerspricht seinen bisher öffentlich getätigten Aussagen zu den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Altman warnt schon seit über zehn Jahren davor, dass KI Jobs ersetzen wird. „Viele, die im Bereich KI arbeiten, tun so, als würde sie nur Gutes bewirken; als wäre sie lediglich eine Ergänzung; als würde niemand jemals ersetzt werden. Arbeitsplätze werden definitiv wegfallen, Punkt“, äußerte er zum Beispiel 2023 in einem Interview mit The Atlantic.
Noch vor wenigen Monaten mutmaßte er, dass KI „in nicht allzu ferner Zukunft“ 30 bis 40 Prozent der Arbeitsaufgaben übernehmen würde. Laut einer aktuellen Mercer-Studie zum KI-bedingten Stellenabbau planen tatsächlich fast alle CEOs weltweit, in den nächsten zwei Jahren Stellen wegen KI zu streichen. Ob KI dabei nur ein Vorwand ist, ist nicht klar.










