Open-AI-Chef Altman korrigiert sich: KI führt nicht zur „Job-Apokalypse“ Der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird nach Einschätzung von Sam Altman keine weltweiten Massenentlassungen auslösen. Seine ursprünglichen Prognosen für die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Technologie hätten sich als „recht falsch“ erwiesen, sagte der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion. „Ich hatte einen stärkeren Abbau von Stellen für Berufseinsteiger und im Bürobereich erwartet, als dies tatsächlich der Fall ist. Ich bin froh, dass ich mich in diesem Punkt geirrt habe.“KI spiele bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen zwar eine immer größere Rolle, fügte Altman hinzu. Die menschliche Komponente könne jedoch nicht vollständig ersetzt werden. Er beantworte beispielsweise Nachrichten wieder persönlich, statt dies einer KI zu überlassen. „Ich denke nicht, dass wir die Art von Job-Apokalypse erleben werden, die in Teilen unserer Branche diskutiert oder propagiert wird.“In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Firmen den Abbau von Stellen wegen des verstärkten Einsatzes von KI angekündigt. So will die britische Großbank Standard Chartered etwa 7000 Jobs streichen. Auch die Facebook-Mutter Meta und der Onlinehändler Amazon bauen in großem Stil Personal ab. Dies schürt vor allem unter Berufseinsteigern Zukunftsängste. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup zufolge bereitet KI mehr als 70 Prozent der zwischen 1997 und 2012 geborenen „Generation Z“ Sorgen oder ruft Unmut hervor. Nvidia plant jährliche Investitionen von 150 Milliarden Dollar in TaiwanDer Chipkonzern Nvidia hat jährliche Investitionen von rund 150 Milliarden Dollar in Taiwan angekündigt. „Vor vier, fünf Jahren gab Nvidia etwa zehn bis 15 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus. Jetzt geben wir 100, bald 150 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus“, sagte der Chef des fünf Billionen Dollar schweren Chipkonzerns, Jensen Huang, am Mittwoch. Einen Zeitrahmen, über wie viele Jahre das Unternehmen den Betrag investieren will, nannte er nicht. Huang äußerte sich bei einer Feier in Taipeh zum Start der geplanten Taiwan-Zentrale des Unternehmens, die bis 2030 betriebsbereit sein soll.Taiwan sei das „Epizentrum“ der KI-Revolution, sagte Huang. „Hier kommen die Chips her, die Verpackung, hier werden die Systeme hergestellt, hier wurden KI-Supercomputer entwickelt.“ Mit der neuen Zentrale rückt Nvidia näher an TSMC. Der taiwanesische Konzern ist der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips und ein wichtiger Zulieferer für das US-Technologieunternehmen. Zudem wird der Standort dem wertvollsten Unternehmen der Welt dabei helfen, seine Allianzen mit weiteren Fertigungspartnern – darunter Foxconn, Wistron und Quanta Computer – zu stärken. Diese Partner nehmen allesamt eine wichtige Position beim Aufbau von KI-Servern und der entsprechenden Infrastruktur ein. Brauereien erwarten keinen Bier-Boom während der WeltmeisterschaftDie deutschen Brauereien sind „gut vorbereitet“ auf die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft, erwarten aber keinen Bier-Boom: Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, „dass sportliche Großereignisse längst kein automatischer Absatzgarant mehr sind“, sagte eine Sprecherin des Brauer-Bundes der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. Schon die Heim-EM 2024 habe nur begrenzte Effekte gebracht.Entscheidend für den Absatz „bleiben deshalb die allgemeine Konsumstimmung sowie Faktoren wie Wetter und der sportliche Erfolg der deutschen Nationalmannschaft“, sagte die Sprecherin weiter. Eine „Herausforderung“ nannte sie die teils späten Anstoßzeiten. Die Public-Viewing-Regeln während der WM begrüßte der Brauer-Bund: „Das schafft Planungssicherheit für Gastronomie, Veranstalter und Brauereien und ermöglicht Fans trotz Zeitverschiebung das gemeinsame Fußballerlebnis." Das Bundeskabinett hatte kürzlich die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit können Städte und Gemeinden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22.00 Uhr ermöglichen. Wacker Chemie trennt sich von Anteilen an SiltronicDer bayerische Spezialchemiekonzern Wacker hat sich von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic getrennt. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren seien 2,1 Millionen Siltronic-Aktien verkauft worden, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Der Bruttoerlös für Wacker betrage rund 188 Millionen Euro. Die Papiere wurden demnach zum Stückpreis von 89,35 Euro veräußert. Wacker-Aktien hatten am Dienstag auf Xetra mit 97,05 Euro geschlossen. Nach Bekanntwerden des Verkaufsvorhabens bröckelten sie im späten Handel aber ab bis auf 90,35 Euro.Die Platzierung entspreche sieben Prozent des Grundkapitals von Siltronic, teilte Wacker weiter mit. Der Anteil von Wacker reduziere sich damit auf rund 24 Prozent. „Wir sind mit der Entwicklung von Siltronic sehr zufrieden und unterstützen weiterhin die Strategie des Unternehmens“, erklärte Wacker-Chef Christian Hartel. „Mit dem Erlös aus der Transaktion stärken wir unsere Finanzlage und schaffen zusätzlichen Spielraum, um in künftiges Wachstum zu investieren.“ Gleichzeitig bleibe Wacker der größte Anteilseigner von Siltronic. Wacker leidet unter der Branchenkrise und ist deswegen auf Sparkurs. Dabei sollen insgesamt rund 1500 Stellen abgebaut werden, vor allem in Deutschland. Kanada und deutsche Sefe stehen offenbar vor großem LNG-AbkommenKanada steht Insidern zufolge vor dem Abschluss eines umfangreichen Abkommens zur Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) an das deutsche Staatsunternehmen Sefe. Die Vereinbarung über Gas aus dem geplanten Exportterminal Ksi Lisims an der Küste der Provinz British Columbia solle am Mittwoch von Rohstoffminister Tim Hodgson in Vancouver bekanntgegeben werden, verlautete aus Branchenkreisen. Sefe, die Betreiber des Terminals und das kanadische Ministerium lehnten Stellungnahmen nach Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters ab. Zuvor hatte Bloomberg über die Pläne berichtet.Das Projekt Ksi Lisims soll eine Kapazität von zwölf Millionen Tonnen LNG pro Jahr haben und wäre damit die zweitgrößte Exportanlage Kanadas. Auch Konzerne wie Shell und Totalenergies haben bereits 20-jährige Abkommen mit Ksi Lisims geschlossen. Sefe (Securing Energy for Europe) war 2022 während der europäischen Energiekrise für 6,3 Milliarden Euro vom Bund verstaatlicht worden, nachdem sich die frühere russische Muttergesellschaft Gazprom zurückgezogen hatte. Ähnlich wie Uniper soll das Unternehmen die deutsche Energieversorgung breiter aufstellen. Pharmakonzern Lilly kauft für Milliardenbetrag drei ImpfstoffentwicklerDer US-Pharmakonzern Lilly steigt mit der Übernahme von gleich drei Unternehmen wieder tiefer in das Geschäft mit Infektionskrankheiten ein. Der Hersteller kündigte am Dienstag den Kauf der Impfstoffentwickler Curevo, Limmatech Biologics und Vaccine Company an. Mit allen drei Unternehmen seien entsprechende Übernahmevereinbarungen geschlossen worden, teilte der Konzern in Indianapolis mit. Zusammengenommen könnte der Schritt Lilly bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) kosten. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet.Die Milliardensumme wird durch Vorauszahlungen fällig und sofern die Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Produkte bestimmte kommerzielle und klinische Meilensteine erreichen. Damit könnten allein bis zu 1,55 Milliarden Dollar für Vaccine Company fließen. Das Unternehmen arbeitet den Angaben zufolge auf Basis seiner firmeneigenen Technologie an einer Impfung gegen das Epstein-Barr-Virus, den Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers.Eine ähnlich hohe Übernahmesumme sieht auch die Vereinbarung mit Curevo vor, dessen wichtigster Studienkandidat eine Impfung gegen Gürtelrose ist. Und bis zu 780 Millionen Dollar könnten die Limmatech-Aktionäre erhalten. Dessen wichtigstes Produkt in der Entwicklung ist ein Vakzin gegen einen Erreger, der unter anderem nach Operationen gefährliche Infektionen auslösen kann.Lilly hat zahlreiche Produkte gegen Infektionskrankheiten entwickelt oder vermarktet, darunter in der Pandemie einen Antikörperwirkstoff gegen Covid. Zuletzt standen Infektionskrankheiten aber weniger im Mittelpunkt: Der Konzern macht im Wesentlichen seinen Milliardenumsatz mit Diabetesmitteln und den stark nachgefragten Gewichtssenkern, die das Wirkprinzip des Darmhormons GLP 1 nachahmen. Sollten sich die jetzigen Übernahmen aber als Erfolg erweisen, könnten laut „Wall Street Journal“ Impfstoffe künftig wieder zu einem Kernbereich werden.Bund darf bei Stromnetzbetreiber Tennet einsteigen Die EU-Kommission hat den Einstieg des Bundes beim Stromnetzbetreiber Tennet Deutschland genehmigt. Das angemeldete Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die auf EU-Ebene für Wettbewerb zuständige Behörde mit.Über die staatliche Förderbank KfW übernimmt der Bund nach früheren Angaben der niederländischen Tennet Holding für rund 3,3 Milliarden Euro 25,1 Prozent des Unternehmens. Tennet Deutschland ist der größte von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland und betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Höchstspannungsstromnetz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern.Der niederländische Tennet-Konzern versucht seit Jahren, seine deutsche Tochter abzustoßen oder Investoren mit ins Boot zu holen. Der Erhalt und Ausbau des deutschen Hochspannungsnetzes erfordere hohe Investitionen und gehöre nicht zu den Aufgaben eines niederländischen Staatsunternehmens, argumentierte die niederländische Regierung. Im Zuge der Energiewende müssen Tausende Kilometer neue Stromleitungen gebaut werden, damit der vor allem im Norden produzierte Windstrom in große Verbrauchszentren im Süden gelangen kann. Dieser Ausbau der Netze kostet viele Milliarden Euro. Exporterwartungen schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft ist so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen sank im Mai auf minus 5,5 Punkte, von minus 1,2 Zählern im April, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit April 2025. „Trotz einer Erholung des Exportgeschäfts im ersten Quartal bleiben die Aussichten schwierig“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die geopolitische Unsicherheit ist weiterhin hoch.“Zu einem ähnlichen Befund kommt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die 23.000 Unternehmen befragt hat. Demnach rechnen 29 Prozent der Industriebetriebe mit sinkenden Ausfuhren, nur 19 Prozent mit steigenden. „Die ersten Anzeichen einer Exporterholung zu Jahresbeginn hat der Nahost-Schock zunichtegemacht“, so die DIHK.Einen Dämpfer musste im Mai etwa die Automobilindustrie verkraften. „Nach vier sehr optimistischen Monaten werden nun rückläufige Exporte erwartet“, erklärte das Ifo-Institut. Auch in der Metallindustrie dürften die Auslandsumsätze sinken. Generell stünden die energieintensiven Branchen auf den Weltmärkten unter Druck und rechneten mit Rückgängen ihres Auslandsgeschäfts. Die Elektrobranche blicke dagegen weiterhin leicht optimistisch auf das Exportgeschäft, wenn auch weniger ausgeprägt als im Vormonat. Auch die Möbelhersteller erwarten den Angaben zufolge steigende Exporte.FMC beschließt abermals Aktienrückkaufprogramm Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) legt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf. Binnen zwölf Monaten will der Dax-Konzern demnach eigene Papiere im Volumen von rund einer Milliarde Euro in mehreren Tranchen erwerben, wie er am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Mit dem Rückkauf solle bereits kurzfristig begonnen werden. Dabei sollen die Papiere vornehmlich eingezogen werden und könnten in erheblich geringerem Umfang auch für Zuteilungen im Rahmen von leistungsorientierten Vergütungsplänen verwendet werden, hieß es vom Konzern weiter. Die Aktie drehte auf die Nachrichten ins Plus und notierte zuletzt rund 0,6 Prozent höher.Aktienrückkäufe sind ein beliebtes Mittel zur Kurspflege, da die zusätzliche Nachfrage diesen stabilisieren kann. Da weniger Papiere im Umlauf sind, erhöht sich zudem automatisch der von Analysten stark beachtete Gewinn je Aktie (EPS). Die FMC-Aktie befindet sich seit längerem tendenziell auf Talfahrt, allein seit dem Jahreswechsel hat sie rund 7 Prozent an Wert verloren. Der Blutwäschespezialist hatte erst unlängst ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen: Zwischen August 2025 und April 2026 hatten die Bad Homburger ebenfalls eigene Papiere im Wert von einer Milliarde Euro erworben. Philipp von ReinersdorffUber erwägt höheres Übernahmeangebot für Delivery HeroDer US-Fahrdienstvermittler Uber erwägt einem Zeitungsbericht zufolge ein höheres Übernahmeangebot für den deutschen Essenslieferanten Delivery Hero. Der Uber-Verwaltungsrat habe am Samstag über eine Aufstockung der Offerte beraten, berichtete die „Financial Times“ am Sonntag. Zuvor habe ein Großaktionär von Delivery Hero ein Angebot von 38 Euro je Aktie zurückgewiesen. Diese Offerte bewerte das Berliner Unternehmen mit mehr als 11,5 Milliarden Euro.Delivery Hero hatte am Samstag den Eingang eines Übernahmeangebots von Uber bestätigt, das den Konzern mit 33 Euro je Aktie bewertete. Nach LSEG-Daten entsprach dies einem Abschlag von rund 1,7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Zu den Details äußerte sich Delivery Hero nicht.Uber strebt Übernahme von Delivery Hero an Der US-Fahrdienstleister Uber ist an einer Komplettübernahme des Essenslieferdienstes Delivery Hero interessiert. Das im M-Dax notierte Unternehmen bestätigte ein Interesse durch den US-Konzern, der schon ein Fünftel der Anteile hält und Zugriff auf weitere Aktien hat, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Uber sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen, teilte Delivery Hero am Samstag in Berlin mit. Das wäre weniger als das Papier am Freitag gekostet hatte.Der Kurs der Delivery-Hero-Anteile zog in den vergangenen Tagen unter anderem wegen der Spekulation über eine mögliche Offerte durch Uber kräftig an. In den vergangenen zwei Wochen verteuerten sich die Anteile um fast 70 Prozent auf 33,59 Euro am Ende des Xetra-Handels am späten Freitagnachmittag. Nachbörslich legte der Kurs auf der Handelsplattform Tradegate auf 35,50 Euro zu. Das Unternehmen kommt damit auf einen Börsenwert von etwas mehr als zehn Milliarden Euro.Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr aktiv. Das Unternehmen zählt allerdings wegen der starken Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika zu den global größten Essenslieferdiensten. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essenslieferdienst – unter anderem auch in vielen Städten Deutschlands.Am Montag hatte Delivery Hero mitgeteilt, Uber halte nun 19,5 Prozent des ausgegebenen Kapitals von Delivery Hero, sowie weitere 5,6 Prozent in Form von Optionen. Zuletzt hatte Uber seine Beteiligung schon von gut 7 Prozent auf fast 18 Prozent aufgestockt. Die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus hatte sich im Zuge des Kaufs des Konkurrenten Just Eat Takeaway (Lieferando) dazu bereit erklärt, ihre Beteiligung an Delivery Hero zu reduzieren.Uber spreche nun auch andere Anteilseigner an, hatte es in einem Bloomberg-Bericht vom Freitagabend unter Berufung auf Finanzkreise geheißen. Aktuell halten die Niederländer demnach noch etwa 16,8 Prozent, gefolgt von Aspex Management mit 14,4 Prozent. Die US-Bank Morgan Stanley, die den Kreisen zufolge Uber beim schnellen Ausbau ihres Anteils mittels Derivaten geholfen hat, verfügt einer Pflichtmitteilung vom Freitag zufolge vor allem indirekt durch Finanzinstrumente über 30 Prozent. Gericht stoppt vorläufig LNG-Pläne in WilhelmshavenDas Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat den Bau eines weiteren LNG-Terminals in Wilhelmshaven fürs Erste gestoppt. Der entsprechende Bebauungsplan in einem Vogelschutzgebiet sei vorläufig außer Vollzug gesetzt worden, teilte das OVG mit. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung.Die Stadt wollte planungsrechtliche Voraussetzungen für einen „grünen Energiepark“ auf einer Fläche nördlich des Jade-Weser-Ports schaffen, auf dem sich ein Vogelschutzgebiet mit europäischem Rang befindet. Die Stadt habe nicht ausreichend sichergestellt, dass Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz zeitlich parallel zu den Baumaßnahmen im Vogelschutzgebiet verwirklicht werden, teilte das Gericht mit.Damit gab der 1. Senat des OVG in Teilen einem Eilantrag von Naturschutzorganisationen statt. Das Bündnis aus Naturschutzbund, Deutsche Umwelthilfe (DUH) und BUND hatte einen Normenkontrollantrag gestellt, weil es den Bebauungsplan für unrechtmäßig hält.Bis zu einer endgültigen Entscheidung über das Normenkontrollverfahren, also über die Wirksamkeit des Bebauungsplans im Hauptsacheverfahren, bleibe der Plan außer Vollzug gesetzt, erklärte ein Sprecher des OVG. Allerdings könne die Stadt den Bebauungsplan heilen, indem sie nachbessert. Dann könnte sie eine Abänderung des Beschlusses beim OVG beantragen, um den Bebauungsplan zu vollziehen.Auf einer Fläche von 154 Hektar sollen nach den Plänen der Stadt Wilhelmshaven für eine Übergangszeit fossiles Flüssigerdgas (LNG) und auch klimaneutrale Energieträger angelandet werden, etwa mit Solarenergie erzeugtes Methan. Diese sollen dann in Wasserstoff umgewandelt, zur Stromerzeugung genutzt oder in das europäische Gasnetz eingespeist werden. Laut OVG prognostiziert die Stadt eine Jahreskapazität von 200 Terrawattstunden Wasserstoff, was einen erheblichen Teil des für Mitte der 2040er Jahre prognostizierten Bedarfs decken würde.Der vorgesehene Standort ist dem Gericht zufolge eine aufgespülte und eingedeichte Fläche. Sie sei in den 1970er Jahren mit dem Ziel einer industriellen Nutzung angelegt, aber dann der natürlichen Entwicklung überlassen worden. Wechsel an der Spitze des Bahn-Aufsichtsrats geplantAn der Spitze des Aufsichtsrats bei der Deutschen Bahn soll es zu einem Wechsel kommen. Der bisherige Amtsinhaber Werner Gatzer soll 2027 seinen Posten räumen, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Nachfolger soll Christoph Franz werden. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte, Gatzer habe bereits angekündigt, nicht für die gesamte Wahlperiode den Vorsitz des Kontrollgremiums wahrzunehmen.Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte schon im Februar berichtet, dass der frühere Lufthansa-Chef Franz Nachfolger von Gatzer werden solle. Franz muss vom Aufsichtsrat des bundeseigenen Konzerns zum neuen Vorsitzenden gewählt werden. Er ist seit März Mitglied im Bahn-Aufsichtsrat.Bericht: Gatzer wird neuer BER-VorsitzenderGatzer soll laut „Bild“-Zeitung neuer Vorsitzender des Flughafens Berlin Brandenburg werden und dort Jörg Simon ablösen. Eine BER-Sprecherin sagte: „Zu Personalien äußern wir uns nicht. Die Gesellschafterversammlung bestimmt die Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat wählt seinen Vorsitzenden selbst.“ EU-Behörde empfiehlt Zulassung von Novo-AbnehmpilleDie Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassung der neuen Wegovy-Abnehmpille des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk empfohlen. Damit dürfte die Wegovy-Pille das erste der neuen Schlankheitsmittel in Tablettenform auf dem europäischen Markt werden - vor dem Präparat des US-Rivalen Eli Lilly. Beide Firmen kämpfen verbissen um den boomenden Markt für Abnehmmittel, der Analysten zufolge im kommenden Jahrzehnt bis zu 150 Milliarden Dollar Jahresumsatz erreichen könnte. Von Medikamenten in Pillenform versprechen sich die Firmen mehr Absatz als von den bisher üblichen Abnehmspritzen. In den USA wird die Wegovy-Pille seit Anfang des Jahres verkauft, auch hier liegt Novo vor Eli Lilly, das seine Pille dort seit April verkaufen darf. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: Nvidia plant jährliche Investitionen von 150 Milliarden Dollar in Taiwan | FAZ
Kanada und deutsche Sefe stehen offenbar vor großem LNG-Abkommen +++ Open-AI-Chef Altman korrigiert sich: KI führt nicht zur „Job-Apokalypse“ +++ Wacker Chemie trennt sich von Anteilen an Siltronic +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.








