Gegen den Agrar- und Pharmakonzern Bayer ist in den USA eine Klage wegen illegaler und wettbewerbswidriger Praktiken erhoben worden. Dem Konzern wird vorgeworfen, den US-Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut monopolisiert und damit „Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, unrechtmäßig erwirtschaftete Dollar“ eingenommen zu haben.Dies geht aus der Klageschrift hervor, die am späten Dienstagabend in den USA veröffentlicht wurde. Anleger zeigten sich am Donnerstagvormittag verunsichert: Die Papiere von Bayer gaben zuletzt rund 2 Prozent nach.Das Unternehmen habe den Markt für Maissaatgut kontrolliert, das gegen sein weitverbreitetes Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent ist. Der Konzern habe Wettbewerber an der Entwicklung generischer Versionen des von Bayer kontrollierten Maissaatguts mit der Bezeichnung NK603 gehindert, heißt es in der Klageschrift. Das habe die Kosten für Landwirte und unabhängige Saatgutfirmen in die Höhe getrieben.
Bayer weist Vorwürfe zurückBayer wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Die Anschuldigungen seien unbegründet und man werde vor Gericht darauf reagieren, teilte das Unternehmen mit. „Die Märkte für Betriebsmittel und Maissaatgut sind wettbewerbsfähig, fair und vielfältig“, erklärte Bayer.Die Zivilklage gegen Bayer wurde von Latham Quality, einem Saatgutunternehmen aus Iowa, bei einem Bundesgericht im US-Staat Missouri eingereicht. Sie strebt eine Sammelklage und eine dreifache Entschädigung für die laut dem Kläger erlittenen Schäden an. „Bayer hat die Macht, die Marktpreise zu kontrollieren und den Wettbewerb auszuschließen“, heißt es in der Klageschrift. „Tatsächlich tut das Unternehmen das auch.“ Die Regierung von US-Präsident Donald Trump (79) will gegen wettbewerbswidriges Verhalten in den Lebensmittel-Lieferketten vorgehen.







