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Glyphosat-Urteil: Bayer will Roundup-Klagen nach Supreme-Court-Urteil stoppen Nach dem Urteil des Supreme Courts versucht Bayer, gebündelte Roundup-Klagen in den USA abzuwehren. Die Kläger pochen auf weitere Verfahren.
08.07.2026 - 17:15 Uhr Die Klagewelle hatte sich Bayer 2018 mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. Foto: Thomas Banneyer/dpaBayer will nach seinem juristischen Erfolg vor dem US-Supreme-Court die Abweisung gebündelter Klagen im Streit um mutmaßliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat erreichen. Offiziellen Gerichtsakten zufolge sind in dem Verfahren auf Bundesebene noch knapp 4000 Klagen anhängig. Bayer spricht wiederum von rund 200 Klagen und verweist darauf, dass die Daten noch nicht aktualisiert worden seien.Bundesrichter Vincent Chhabria befasst sich am Donnerstag in San Francisco mit dem weiteren Vorgehen in den Verfahren auf Bundesebene. Er hatte die Anhörung ursprünglich für Dienstag angesetzt, sie jedoch verschoben und von beiden Seiten detailliertere Stellungnahmen gefordert. Die ersten Antworten seien „unbefriedigend“ gewesen, erklärte der Richter am Montag. Beide Parteien müssten sich nun mit den komplexen Rechtsfragen auseinandersetzen und dürften nicht davon ausgehen, dass die Verfahren automatisch beendet oder unverändert fortgeführt würden.Bayer Die Trennung von Glyphosat wird wahrscheinlicher Nach dem Erfolg vor dem Supreme Court gliedert Bayer in den USA sein Glyphosat-Geschäft aus – und sorgt so an der Börse für einen Kurssprung. von Jürgen SalzBayer argumentiert in Gerichtsdokumenten, die gebündelten Bundesklagen hätten nach dem Supreme-Court-Urteil keine Grundlage mehr. Weitere Vorwürfe der Kläger wie Fahrlässigkeit oder Konstruktionsfehler seien lediglich Varianten desselben zentralen Arguments, wonach das Unternehmen nicht ausreichend vor Krebsrisiken gewarnt habe. Die Anwälte der Kläger widersprechen dem. Ihrer Ansicht nach bezieht sich die Entscheidung des Supreme Courts ausschließlich auf die Kennzeichnung des Produkts und hat keinen Einfluss auf andere Ansprüche. Die Verfahren dürften nicht eingestellt werden, erklärte Klägeranwältin Robin Greenwald. Bayer wollte sich nicht weiter dazu äußern.Davon getrennt laufen mehr als 60.000 ähnliche Klagen vor Gerichten einzelner US-Bundesstaaten. Bayer zufolge dürfte das Urteil des Supreme Courts diese Verfahren kaum beeinflussen. Der Konzern strebt für den Großteil dieser Fälle weiterhin einen Vergleich über bis zu 7,25 Milliarden Dollar an, den ein Richter im Bundesstaat Missouri im August prüfen soll.Die Klagewelle wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids hatte sich Bayer 2018 mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. Der Konzern verwies stets darauf, dass jahrzehntelange Studien die Sicherheit des Wirkstoffs belegten und dieser keinen Krebs verursache. Das Urteil des Supreme Courts gilt für Bayer als wichtiger Befreiungsschlag. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick






