Stand: 28.05.2026 • 08:14 Uhr

Vor einem Jahr begrub ein Gletschersturz das Dorf Blatten im Schweizer Lötschental unter sich. Etwa 300 Bewohner verloren fast alles. Zum ersten Mal durften sie nun zurück - und einige wollen ihr Zuhause neu aufbauen.

Am Wochenende vor dem Jahrestag des Bergsturzes treffen sich die Menschen aus Blatten zu einer schwierigen Premiere. Zum ersten Mal dürfen sie mitten hinein ins Katastrophengebiet, auf die gigantische Schutt- und Geröllhalde, die in der sonnigen Berglandschaft aussieht wie eine klaffende Wunde.

Vor dem Medienrummel bei der offiziellen Gedenkfeier sollen die Blattnerinnen und Blattner in Ruhe Abschied nehmen können, sagt Gemeindepräsident Matthias Bellwald:

Es geht eigentlich darum, dass jeder persönlich für sich an diesem Ort, an dem die Katastrophe stattgefunden hat, in sich gehen kann und seinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Denken, fühlen, spüren und damit irgendwie auch einen Abschluss finden.