Kein CO₂, kaum radioaktiver Müll: Das südhessische Kernfusions-Start-up Focused Energy hat 240 Millionen Dollar (rund 206 Millionen Euro) zur Weiterentwicklung seiner Technologie eingeworben. Am einstigen Kernkraft-Standort Biblis soll das erste Laserfusionskraftwerk der Welt entstehen.
Lasertechnologie versus MagnetkäfigFocused Energy arbeitet derzeit an Prototypen für die wichtigsten Komponenten eines Laserfusionskraftwerks. 2035 soll auf dem Gelände des früheren Atomkraftwerks in Biblis ein funktionsfähiges Kraftwerk stehen, also eines, das mehr Energie liefert, als es im Erzeugungsprozess verschlingt.
Das 2021 aus der TU Darmstadt hervorgegangene Start-up hat dazu im vergangenen Frühjahr eine Absichtserklärung mit dem Bundesland Hessen und RWE unterzeichnet. Der Essener Energiekonzern ist damit als ehemaliger Betreiber von Atomkraftwerken sowohl an einem Laserfusions- als auch an einem Magnetfusionsprojekt beteiligt.Wissenschaftler arbeiten seit Jahrzehnten an der Idee, per Kernfusion Energie zu erzeugen, also mit der Energie, die frei wird, wenn zwei Wasserstoffkerne zu einem Heliumkern verschmelzen. Seit einigen Jahren liefern sich Start-ups aus den USA, Kanada, China und Europa einen Wettlauf um eine mögliche Kommerzialisierung der Fusionsenergie.









