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Ben Reilly ist Privatdetektiv, und zwar kein besonders erfolgreicher. Er hat seine Sekretärin Janet seit Monaten nicht bezahlt. Sein bester Freund, der Journalist Robbie Robertson, sagt, er sei ein Schatten seiner selbst. Reilly trinkt zu viel. Außerdem hat er Superkräfte. Er hätte lieber keine Superkräfte, denn seit vor fünf Jahren seine Geliebte ums Leben kam, hat er die Wollmaske an den Nagel gehängt.
Wollmaske? Wollmaske. Die Maske dieses Spider-Man ist nicht aus Latex oder Polyester, sondern aus schwarzer Wolle. Sie sieht aus wie etwas, das eine engagierte Oma ihrem Enkel fürs Wave-Gotik-Treffen gestrickt hat, aber das passt: Wir schreiben in dieser Geschichte immerhin das Jahr 1933. Und wie seine Maske ist auch Spider-Man in der Serie Spider-Noir nicht aus Kunststoff, sondern aus einem weit gröberen Stoff gestrickt. Nicolas Cage spielt diesen Spider-Man – genannt »Die Spinne« –, er ist zynisch, stolz, verletzlich, aufmüpfig, freiwillig und unfreiwillig komisch. Ein Säufer, ein Held, charismatisch und lächerlich. »70 Prozent Humphrey Bogart, 30 Prozent Bugs Bunny«, wie Cage selbst in einem Interview mit der US-Zeitschrift Esquire sagte.











