Massendemos in Bolivien: Freifahrtschein fürs Niederknüppeln von Protesten

Die Proteste in Bolivien gegen den Mitte-rechts-Präsidenten reißen nicht ab. Nun erleichtert das Parlament die Vorgaben für den Einsatz der Armee.

Tränengas gegen Demonstranten: Proteste in Boliviens größter Stadt La Paz

Juan Karita/AP/dpa

afp/taz | Boliviens Präsident Rodrigo Paz Pereira hat freie Hand, um mit der Armee die anhaltenden Massenproteste niederzuschlagen. Das Parlament machte jetzt den Weg frei für einen Einsatz der Armee gegen die Demonstranten. Mit klarer Zweidrittelmehrheit stimmten die Abgeordneten am Dienstag für die Lockerung eines Gesetzes, das eigentlich strenge Regeln für die mögliche Verhängung des Ausnahmezustandes in dem südamerikanischen Land vorsieht. Durch die Lockerung könnte der Staatschef nun zu diesem Schritt greifen.