Massenproteste in Bolivien: Präsident Rodrigo Paz verhängt landesweiten Ausnahmezustand

Der rechte Präsident will wochenlangen Protest durch das Militär beenden. Es soll Straßenblockaden abräumen. Linke De­mons­tran­t:in­nen fordern den Rücktritt von Paz.

Brennende Barrikade auf einer Straße im bolivianischen Hochland bei El Alto

Juan Karita/AP/dpa

afp/rtr/taz | Nach wochenlangen Massenprotesten und Straßenblockaden hat der bolivianische Präsident Rodrigo Paz am Samstag den Ausnahmezustand für das gesamte Land ausgerufen. Er habe „alle Möglichkeiten des Dialogs“ mit den Demonstranten ausgeschöpft, sagte Paz am frühen Samstagmorgen in einer im TV übertragenen Rede an die Nation an. Er reagierte damit auf seit 50 Tagen anhaltende Straßenblockaden, die die Wirtschaft des südamerikanischen Landes nahezu zum Stillstand gebracht und indirekt zu mehreren Todesfällen geführt haben.