Berlin im Sommer. Die Stadt stöhnt unter der Hitze. Asphalt und Häuserwände heizen sich auf, der Schweiß läuft. Doch in Bus und Bahn, am Arbeitsplatz, im Restaurant, Kino, Konzertsaal wird gehustet und geniest. Statt Sonnencreme steht plötzlich Hustensaft zu Hause auf dem Tisch.Nachdem die winterliche Grippewelle mit Influenza-Viren abgeklungen ist, schlägt jetzt die sogenannte Sommergrippe zu. Was steckt hinter dem viralen Spielverderber, und wie kommt man ohne Infekt durch die heißen Tage?
Was ist die Sommergrippe eigentlich?
Sommergrippe ist ein umgangssprachlicher Begriff und irreführend. Er hat nichts mit der klassischen Influenza zu tun, die sich hierzulande in den kalten Monaten ausbreitet. Vielmehr handelt es sich um einen grippalen Infekt, eine starke Erkältung. Ausgelöst wird sie durch das Enterovirus.Dieses Virus ist extrem widerstandsfähig. Es verbreitet sich über die klassische Tröpfcheninfektion, durch Husten oder Niesen, aber auch über Schmierinfektionen, über mit Keimen besiedelte Flächen. Die Viren gelangen über die Hände an die Schleimhäute; Studien zufolge fasst sich ein Mensch bis zu 50-mal pro Stunde ins Gesicht.Das Tückische an Enteroviren: Sie siedeln sich auch im Magen-Darm-Trakt an. Schon ihr Name gibt einen Hinweis darauf: Entero bedeutet so viel wie zum Darm gehörig. Die Enteroviren können aus Fäkalien in den Mund geraten, zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel. Daher geht Sommergrippe häufig nicht nur mit Halsschmerzen und Schnupfen einher, sondern wird häufig von Verdauungsbeschwerden begleitet. Auch Hautausschläge sind möglich.







