PfadnavigationHomeSportTennis17-Jähriger schreibt bei den French Open GeschichteStand: 16:41 UhrLesedauer: 3 MinutenMoise Kouamé ist die große Hoffnung des französischen TennisQuelle: AFP/JULIEN DE ROSAMit 17 Jahren sorgt Moïse Kouamé für eine Sensation: Der Franzose besiegt Marin Cilic bei seinem ersten Grand-Slam-Match und stellt einen Rekord auf. Beim Russen Daniil Medvedev setzt sich eine schwarze Serie fort.Der 17-jährige Moïse Kouamé hat den Kampf der Generationen bei den French Open gewonnen und bei seiner Grand-Slam-Premiere auf Anhieb Tennis-Geschichte geschrieben. Der junge Franzose setzte sich frenetisch angefeuert vom heimischen Publikum gegen den 20 Jahre älteren Kroaten Marin Cilic mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:1 durch.Kouamé, der erst Mitte März seinen 17. Geburtstag gefeiert hatte, dominierte den früheren US-Open-Champion Cilic in den Sätzen zwei und drei. Er ist damit der jüngste Spieler in der Profi-Ära, der einen Grand-Slam-Sieger im Herreneinzel bei den French Open besiegen konnte. Seit 1991 hat auch kein jüngerer Spieler als er ein Hauptrundenmatch bei den Männern in Roland Garros gewonnen.Lesen Sie auchKouamé, der vom französischen Ex-Profi Richard Gasquet trainiert wird, wollte sein erstes Match auf der Grand-Slam-Bühne auch genießen. Vielleicht könne er bei allem Ehrgeiz „auch ein bisschen loslassen und etwas Abstand gewinnen und betrachten, was ich eigentlich tue“, hatte der Teenager bei einer Pressekonferenz am Medientag gesagt: „Wenn ich also Roland Garros nicht genießen kann, was würde mir dann im Leben allgemein Freude bereiten?“Kouamé stand im Finale des Orange BowlsDer Rechtshänder wurde im März 2009 geboren. Schon im Nachwuchs machte Kouamé international auf sich aufmerksam, weil er früh gegen deutlich ältere Spieler bestehen konnte. Sein Spiel lebt von hohem Tempo, aggressiven Grundschlägen und großer Athletik.2024 erreichte er bei den Junioren der French Open das Viertelfinale und stand im Finale des prestigeträchtigen Orange Bowls, einem der wichtigsten Juniorenturniere der Welt. Dort verlor er gegen den gut zwei Jahre älteren Spanier Andrés Santamarta Roig. Lesen Sie auchKouamés erster großer Tag im Profitennis fiel genau auf den gleichen Tag, an dem ein französischer Routinier von der Bühne der French Open abtrat. Nach dem letzten Spiel des 39 Jahre alten Gaël Monfils gab es große Emotionen. Eine Überraschung ist auch das Aus von Daniil Medvedev. Die Nummer 8 der Welt verlor gegen den unbekannten Australier Adam Walton, die Nummer 97 der Welt, mit 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6. Damit geht seine schwarze Serie bei Grand-Slam-Turnieren weiter. Im vergangenen Jahr gewann der Russe nur bei den Australian Open eine Runde, sonst flog der US-Open-Sieger von 2021 immer gleich im ersten Match raus. Dieses Jahr war in Melbourne auch schon im Achtelfinale Schluss, nun wieder in Runde eins.„Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Er hat phasenweise gut gespielt, phasenweise nicht ganz so gut. Es ist mir zwar gelungen, das Match an mich zu reißen, wenn er gerade nicht so gut gespielt hat. Das war’s aber. Es ist mir nicht gelungen, mein Niveau ausreichend zu steigern, um das Match zu gewinnen“, sagte Medvedev.SUF/luwi mit dpa