Die SPD wird wohl eher verschwinden, als dass sie der Anregung von Torsten Albig folgt, die Brandmauer zur AfD einzureißen. Der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein kam jetzt allerdings auf seine Gedankenspiele über Minderheitsregierungen wohl auch deshalb, weil der SPD das Schicksal der Bedeutungslosigkeit auch dann blühen könnte, wenn sie nicht mit der AfD zusammenarbeitet. Das „Tor zur Hölle“ droht der SPD so oder so.In der SPD ist dagegen ein Verbotsantrag nach wie vor die populäre Lösung, mit der AfD umzugehen. Das hat Bundesjustizministerin Stefanie Hubig nun noch einmal bekräftigt. Ein wirkliches Bekämpfungsmittel ist daraus nicht geworden. Denn der Weg des Verbots hat die SPD (und Grüne und Linkspartei) stets davor bewahrt, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, was eigentlich (ihre) Wähler dazu treibt, sich von einer Brandmauer nicht abschrecken zu lassen.Albig legt insofern den Finger in die Wunde. Bislang hat es jedenfalls nicht zur Schwächung der AfD beigetragen, dass sich immer größere Koalitionen bilden müssen, um dem „Rechtsruck“ etwas entgegensetzen zu können. Aber auch die SPD-Politiker, die sich jetzt gegen Albig wenden, haben recht: Die ehemaligen SPD-Wähler werden nicht wieder SPD wählen, nur weil die sich reumütig in Minderheitsregierungen von der AfD unterstützen lässt. Das gilt im Übrigen auch für die CDU.
Torsten Albig zur AfD: Die SPD am Tor zur Hölle
Eher geht die SPD unter, als dass sie mit der AfD zusammenarbeitet. Allerdings droht ihr dieses Schicksal auch, wenn sie nicht mit ihr zusammenarbeitet.










