Etwa acht Wochen nach der Ausbreitung des Hantavirus auf der »Hondius« ist in Spanien ein zweiter Fall der Ansteckung bestätigt worden. Ein in Quarantäne befindlicher spanischer Passagier des Kreuzfahrtschiffs wurde positiv auf das Virus getestet. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Der neue Fall »ändert nichts am Grad des Risikos für die allgemeine Bevölkerung«, hieß es weiter.
Der Patient wurde den Angaben zufolge inzwischen in eine Hochisolierstation eines Militärkrankenhauses verlegt. Ein anderer spanischer Passagier war bereits kurz nach dem Verlassen der »Hondius« positiv auf das Hantavirus getestet worden. Insgesamt 14 spanische »Hondius«-Passagiere waren nach der Evakuierung des Schiffs in ein Militärkrankenhaus in Madrid eingeliefert worden.Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte am Samstag mit, dass ihr seit dem Hantavirus-Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffs insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle gemeldet worden seien. Drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche.
Die spanischen Behörden hatten die vor rund zwei Wochen erfolgte Evakuierung der »Hondius« ermöglicht, indem sie das Schiff vor der Kanareninsel Teneriffa ankern ließen. Dort wurden dann Passagiere und Besatzungsmitglieder von Bord geholt. Wegen der langen Inkubationszeit und des potenziell tödlichen Verlaufs von Hantavirus-Infektionen werden die Betroffenen seither isoliert und medizinisch überwacht.














